Jede Serie "überlebt" sich irgendwann einmal - so auch die Action-Comedy-Reihe "Mad Mission". Der fünfte Teil ist nur noch ein flauer Aufguss der ersten Filme, der zwar weiterhin überzeugende Action und Kampfszenen bietet, dafür aber nur mit einer schwachen Story auf Grundlage eines ebenso schwachen Drehbuchs aufwarten kann - Schade!
Der Film knüpft nur lose an seine Vorgänger an. Kodijack ist nicht mehr Polizist, lebt von seiner Familie getrennt (er soll sie aufs Land geschickt haben) und Sammy, der von allen nur King Kong genannt wird, versucht sich erfolglos als Immoblienmakler. Nebenbei haben die beiden versucht als "Happy Heroes" Geld zu verdienen. Bei einem erfolglosen Einsatz in Thailland zerstreiten sich die beiden und gehen anschließend ihre eigenen Wege. Erst der Raub der chinesischen Terracotta-Figuren und eines sagenumworbenen Schwertes, der den "Happy Heroes" in die Schuhe geschoben wird, bringt die beiden wieder zusammen. Bis sie am Ende die Schurken besiegen und der chinesischen Regierung die Kunstwerke zurückgeben können, müssen sie eine Reihe durchaus ansehnlicher Kämpfe, ein chinesisches Gefangenenlager und viele alberne, recht unwitzige Blödeleien überstehen.
Die größte Schwäche des Films ist neben der dünnen und oft wirren Geschichte das ungenügende Drehbuch. Die Mägel werden nicht nur an der Storyline, sondern vor allem an der Verknüpfung der einzelnen Szenen deutlich. So muss gleich zu Beginn nach dem Vorspann eine "Stimme aus dem Off" bemüht werden, um dem Zuschauer die Geschehnisse zu erklären bzw. den Raub der Terracotta-Figuren einzuordnen. Ansonsten kann der Betrachter die Motivation bestimmter Szenen nur schwer nachvollziehen. Sie sind meist nur gedacht, um einen neue Kampfszene oder Actionsequenz vorzubereiten (vgl. den "Wettkampf" zwischen Sammy und der geheimnisvollen Diebin). So entsteht - trotz gelungener Martial-Arts-Szenen - mitunter Langeweile und man kann nur schwer ein Gähnen unterdrücken.
Das Spiel der Hauptcharaktere gerät hier fast schon zu routiniert und die ständigen Kabbeleien zwischen den Figuren wirken zum Teil in diesem fünften Teil eher nervig, weiß man doch um die baldige Versöhnung spätestens in der nächsten Szene. Über Charaktere, die mit dem Namen "Chinese Rambo" eingeführt werden, muss hier wohl nichts weiter ausgeführt werden.
Leider gibt es in diesem Film auch nicht mehr die Fülle von Anspielungen auf bekannte Genreklassiker. Zwar wird auf Filme wie "Der weiße Hai", "Piranhas" oder "Highlander" verwiesen, diese Bezüge geraten aber eher mau und hätten deutlicher herausgearbeitet und dramaturgisch genutzt werden dürfen. Von daher und mit Blick auf das dürftige Drehbuch kann man Regiesseur Liu Chia-Liang nur ein unterdurchschnittliches Zeugnis ausstellen.
Alles im Alllem darf man sich den letzten Teil der Filmreihe getrost schenken. Wenn man ihn aber (wie zum Beispiel ich) in einer Filmbox mit allen Teilen erworben hat, lohnt sich zumindest ein Blick auf die Kampfszenen. Ansonsten noch ein abschließendes "Schade" bezüglich dieses eher unrühmlichen Endes der Filmreihe.