Review

An der Fortsetzung von "Independence Day" wird seit einiger Zeit gefeilt, doch bis diese endlich über die Leinwand flimmert, werden noch einige Extraterrestrische versuchen, unseren Planeten zu erobern. Die meisten Ergüsse dürften diesbezüglich von Syfy produziert werden, denn auch mit vergleichsweise geringem Budget kann man Aliens in Szene setzen, - was in Form von Statisten unter billigen Plastikanzügen allerdings nicht so berauschend aussieht.

Eine Spezialeinheit um Patrick hat Jahrzehnte für den Ernstfall geprobt, falls Außerirdische nach dem Abschuss eines Ufos über New Mexico anno 1947 eventuell zurück kehren sollten. Das Team wird in Frührente geschickt, doch Jahre später wird die Erde tatsächlich von Raumschiffen angegriffen. Patrick mobilisiert seine ehemaligen Partner, um retten, was zu retten ist...

Das Geballer setzt mit der ersten Sekunde ein, bis sich dieses als Simulation für den Ernstfall herausstellt. Die Exterminators, nicht verwandt mit Terminator oder den Expendables sind vier Männer und Denise Crosby, die rund sieben Jahre später wahrlich nicht mehr taufrisch erscheinen, da einer stark Rücken hat und ein anderer aufgrund eines Implantats durch Aliens ohnehin etwas neben sich steht. Folgerichtig kann man die Rentner zu keiner Zeit ernst nehmen, zumal diese fünf als einzige imstande sein sollen, mal eben die Welt zu retten.

Dieser Umstand wird zwar durch viel Tempo und etwas Action überspielt, doch auf Dauer wirkt das Treiben reichlich willkürlich und gleichermaßen eindimensional, da es entweder zu Feuergefechten kommt oder Jets gegen kleine Raumschiffe antreten, während trotz Energieschilder der Aliens immer wieder tumb drauf los geballert wird.

Indes schwanken die Effekte auf unterschiedlichem Niveau: Während große Raumschiffe über Metropolen wie London, Paris oder Washington ganz passabel anmuten und die darauf folgenden Ausradierungen recht ansehnlich gestaltet wurden, hat man bei den Feuergefechten eher den Eindruck, dass Spielzeugwaffen, drittklassige CGI und viertklassige Kulissen bemüht wurden. Konfrontationen in der Luft sind wiederum okay gestaltet, nur die Aliens selbst sehen unter schlichten Anzügen ohne erkennbare Gesichter alles andere als phantasievoll gestaltet aus.

Da hilft es durchaus, die Rentnertruppe halbwegs sympathisch erscheinen zu lassen, ein paar kleine Auflockerungen einzuflechten und zumindest ein paar Köpfe wegzupusten, da die Chose ansonsten eher blutarm und unspektakulär abläuft, auch wenn der Score etwas anderes zu suggerieren versucht.

Am Ende bleibt bis auf den Selbstzerstörungsmechanismus eines gefangenen Feindes nicht viel hängen, obgleich das Geschehen nahezu ohne Luftholen vorangetrieben wird und das Finale im Mutterschiff zumindest auf technischer Seite zu den wenigen optischen Höhepunkten zählt. Denn insgesamt bleibt der Streifen zu austauschbar, die vage Handlung wird ohne etwaige Hintergründe komplett oberflächlich abgehandelt, während halbwegs spannende Auseinandersetzungen an einer Hand abzuzählen sind.
Ergo selbst fürs Zielpublikum von Syfy nicht gerade die erste Wahl, Freunde von Invasorenfilmen sollten entsprechend vorsichtig abwägen.
4 von 10

Details
Ähnliche Filme