Inhalt (englisch synchronisierte Fassung):
Hongkong, 1975. Der Tod des größten Eastern-Stars, des größten Kämpfers aller Zeiten, Bruce Lee, bedeutet auch für die Filmproduzenten einen kaum zu bewältigenden Verlust.
Da taucht ein Mann auf, der dem King of KungFu sehr ähnlich sieht, und ein agiler Fighter ist, Lee Hon Hung (Bruce Li). Er wird in einen lancierten Kampf verwickelt, und überzeugt den für Bruce Lee zuletzt agierenden Produzenten (Lin Bing).
Bruce Lee hatte einen neuen Film begonnen, und dieser soll nun mit Lee Hon Hung in dessen Rolle weiter geführt und abgeschlossen werden.
Der Film, soweit er nun entstanden ist, wird Lee Hon Hung nunmehr vorgeführt:
Lee (ebenfalls Bruce Li, wie praktisch), wird in ein Geldgeschäft der Hongkong-Triaden verwickelt, spielt aber nicht so recht mit, und behält das Geldpaket das er weiterleiten sollte, ein.
Der Gangster-Boss Ngai (Wei Hung-Sheng) will das Geld wieder haben, und ein anderer Boss, "K" (Lung Fei), ist da wenig zimperlich.
Lee´s Freundin, die bildschöne Lu Ping (Mang Ping) wird kurzerhand entführt.
Um Lu Ping zu retten, wird Lee dazu gezwungen, im "Tower of Death", einem Pagoden-Turm, in jedem Stockwerk gegen einen Gegner zu kämpfen, und diesen zu bezwingen. Gelingt dies nicht, wird Lu Ping vom obersten Stockwerk gestoßen um sie in den Tod zu stürzen.
Die Gegner (Lin Chong, Li Chiang, Shan Mao, Tsai Hung, Ronald Brown-???-) verlangen Lee alles ab.
Schließlich kommt es mit "K" zum alles entscheidenden Show-Down, zum Duell Mann gegen Mann.
Kritik:
Au Backe, ziemlich flau das Ganze.
Im Jahre 1975 verzapfte Regisseur Lin Bing für die Studios von "Yu Yun Film Co." diese schwache Hommage an Bruce Lee, einen teils lächerlichen und trashigen Bruceploitationer. Bloß gut, dass der echte Bruce Lee diesen von Lin Bing runtergekurbelten Müll nie zu sehen bekam.
Angelehnt an den zu Lebzeiten Bruce Lee´s nie vollendeten Streifen "Game of Death", den Robert Clouse (mit dem Lee den Erfolgs-Eastern "Enter the Dragon" - "Der Mann mit der Todeskralle" drehte, siehe meinen Review auf dieser Website) erst im Jahre 1978 vollenden konnte (siehe mein Review auf dieser Website -also irgendwie muss die Idee zu dem Film aber zu Lin Bing -leider- durchgesickert sein), wird hier eine hanebüchene und teils konfuse Story im Ratzfatz-Schnellverfahren zusammengeschustert.
Um das Ganze dann am Ende mit der Idee des Todestowers in dem Bruce Lee in jeder Etage einen Gegner der verschiedensten Kampftechniken bekämpft, einen Authentizitäts-Anstrich zu verpassen.
Nebst Bruce Lee-Immitator Bruce Li im gelben Overall mit den schwarzen Streifen, Li Chiang als Dan Inosanto-Verschnitt und Ronald Brown (?) als Kareem Abdul-Double, au Mann, ohne Worte, zum Fremdschämen.
Die zusammengezimmerte "Story" ist denn nur der Aufhänger, um dann die "Tower-Action" dran zu kleben, fertig ist Lin Bing´s halbgare "Hommage" an Bruce Lee, ein Machwerk der untersten Eastern-Kategorie.
Okay, wenn wenigstens die Kämpfe was bieten würden, könnte man ja noch was mit dem Filmchen anfangen. Aber die wie in einer Kaffee-Pause mal eben konzipiert wirkenden "Choreographien" sind unausgegoren, die Fights nicht mal mittelmäßig, und das Tower-Finale kann man beinahe mitleidig belächeln.
Also diese lächerlichen "Gegner" sind im Tower-Finale..., tja ich weiß gar nicht, was die sind. Trash, oder was?
Zum Glück dauert das Ganze Trauerspiel denn auch nur 78 Minuten, und man ist froh, wenn der flauselige Schmunses zu Ende ist.
Also Bruce Li hat da wesentlich bessere Bruceploitation-Filme gemacht, das ist klar.
Dass sich Lung Fei und Tsai Hung, gestandene Eastern-Darsteller, zudem für diesen Käse hergaben, verwundert den eingefleischten Eastern-Fan denn um so mehr. Au Backe.
Bruce Li spielt zwar bemüht, prügelt und quält sich durch den Film und das mau-dünne Script. Lung Fei agiert lustlos, der andere Villain Wei Hung-Sheng wirkt als verkrampft-bornierter Triaden-Boss lächerlich, und die anderen müssen in faden Kämpfchen für den Rest sorgen -so wie ein müder Tsai Hung in einem schwachsinnig wirkenden Inder-Outfit.
Wo Lung Fei ist, ist Shan Mao nicht weit. Und der muss als Karateka ebenfalls im Tower-Finale als Kanonenfutter herhalten, ebenso ein schwacher Auftritt in Lin Bing´s Bruceploitation-Farce.
Lichtblick ist vielleicht noch die hübsche Mang Ping, die die Freundin von Bruce Li im Film ist. Die ist wirklich sehr attraktiv, selbst in ihrer weinerlichen Rolle mit stets bedröppelter Mimik. Ich würde Mang Ping nur dann von der Bettkante schubsen, wenn für mich ein heißer Dreier mit Jana Azizi und Athing Mu in Aussicht stünde.
Tja, die weiblichen Leser mögen mir diese Vergleiche attraktiver chinesischer Actricen mit anderen Promi-Schönheiten nachsehen, ich bin da harsche weibliche Kritik dran gewohnt. Frauen gehen ja bei der Partnerwahl auch nicht gerade zimperlich vor, selektiv-wählerisch geht frau da nach Körpergröße, Gesicht, Frisur und Brust/Schulter-Volumen. Ist ja okay, was mich nur nervt, ist, dass Frauen das stets leugnen/abstreiten und was von "ich gehe nach den inneren Werten" faseln, um nicht als kalte, oberflächliche Bitch-Schlampe angefeindet zu werden. Mal mehr Ehrlichkeit, meine Damen, dann klappt´s auch mit der Toleranz wenn wir Männer einer auf den Arsch gucken.
Tja sorry, ich schweife ab, wie bei meinem Review zu "Ein Hauch von Zen" ("A Touch of Zen"), das bleibt nicht aus, wenn man eher schwache Filme gesehen hat und dann rezensiert.
Neben Mang Ping ist noch der Song im Film, "King of Kung Fu", intoniert von einem Sänger namens "Candy" -laut Credits im Vorspann (übrigens mit Bruce Li als Turner, auch das bleibt dem Betrachter nicht erspart)- ein Lichtblick in der trüben Bruceploition-Brühe, nette UpTempo-Nummer, das wohl noch Beste an diesem Filmchen.
"Goodbye Bruce Lee" -Goodbye guter Geschmack und gute Nacht Marie- "Last Game of Death", ist Bruceploitation auf niedrigem Niveau. Selbst hartgesottene Eastern-Vielseher wie Unsereiner stoßen da auf ihre Grenze des Annehmbaren.
Über ziemlich magere 2,5 von 10 Punkte kommt Lin Bing´s Machwerk nicht hinaus.