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Victor / Victoria spielt im dekadenten Paris der 30er Jahre, vor Beginn des ersten Weltkriegs. Opernsängerin Victoria Grant (zum Niederkniene: Julie Andrews) verfügt zwar über eine außergewöhnliche Gesangsstimme dennoch möchte kein Cabaret ihr eine Chance geben. Sie haust in einer windschiefen Bruchbude, hat seit Monaten die Miete nicht bezahlt und seit vier Tagen nichts mehr gegessen. Bei einem ihrer fruchtlosen Vorsingen lernt sie den schwulen Ober Carol Todd kennen (nicht minder genial: Toddy", Rober Preston). Da der Hunger überhand nimmt hat sich die arme Victoria einen, ihrer Theorie nach, orginellen Plan einfallen lassen. In einem teuren Restaurant wird sie fürstlich Diniren um dann mit Beistand einer Kakerlake und etwas Drohung die Zeche zu prellen. Zufällig kommt Carol hinzu und wird natürlich spendabel eingeladen. Dumm nur das der Plan nach hinten losgeht denn die Kakerlake geht stiften und landet auf dem Fuß einer fetten Dame und in kurzer Zeit hercht das Chaos. Den beiden gelingt es zu fliehen. Niedergeschlagen sitz man danach in Carols Bude, badet sich die halb erfrorenen Beine und trinkt Wodka bis jener dann einen Geniestreich hat. Victoria wird sich in Männerkleider werfen und sich als schwuler Polnischer Graf Victor Grazinski im besten Nachtclub von Paris als Damenimmitator vorstellen. Bereits der erste Auftritt wird ein Riesenerfolg und schon bald ist Victor / Victoria der Darling von Paris.

Bei einer der Vorstellungen sitzt auch der halbseidene Nachtclubkönig King Marchand aus Chicago im Puplikum. Er ist anfangs regelrecht mitgerissen von der talentierten Schönheit die da oben auf der Bühne rumhüpft aber als "sie" die Maske fallen lässt ist er natürlich baff - Das ist ja ein Kerl !! Als er dann allerdings (nach einer unglaublich komischen Szene) die

Wahrheit erkennt, beginnen die beiden - zunächst heimlich - eine

Beziehung - eine Frau, die vorgibt ein Mann zu sein, der vorgibt eine
Frau zu sein, geht eine Beziehung ein mit einem Geschäftsmann, der
Geschäfte mit Gangstern macht, aber vorgibt, kein Gangster zu sein. Na das kann ja heiter werden!

Und nun geht´s ab mit der Luzi! Ein Feuerwerk an exquisiten Showeinlagen, fatalen Verwechslungen, rumschnüffelnden Detektiven, eifersüchtigen Freundinnen, zwielichtigen Gestalten und fiesen Gästen .....ein herrlicher FIlmspaß!

Fazit: Ein Kultfilm mit einer wunderbaren Julie Andres (ein US- Musical Superstar). Hierbei handelt es sich allerdings nicht, wie oft vermuete, um eine Tuntenklamotte sondern um einen wirklich ernst zu nehmenden, grandiosen Film. Wunderbare Situationskomik am laufenden Band und dazwischen die prächtigen Showeinlagen wie z.B. "Le Jazz Hot" . Der Film gewann 1983 einen Oscar für die beste Filmmusik (zurecht!) und war mit sechs weiteren Oscars nominiert.

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