Review

Der bisher eindeutig beste Jet Li-Film. Grandiose Doppelregie von Gordon Chan und Yuen Woo-Ping, wobei beide auf ihrem Gebiet schlichtweg exzellente Arbeit geleistet haben. Die Story und die ganze dramaturgische Entwicklung hat gegenüber dem Original einen weiten Qualitätssprung nach vorne gemacht. Fehler von "Fist of Fury", wie z.B. die Geschichte zu einseitig um den Bruce Lee-Charakter zu zentrieren, wurden durch das Kreieren von wichtigen und interessanten Nebenfiguren wettgemacht. Dadurch wird die Neuauflage im Vergleich viel tiefer und komplexer, ohne aber an Spannung abzubauen; im Gegenteil. Auf publikumswirksamen Klamauk und andere Spielereien wurde gottseigedankt auch verzichtet. Insgesamt sehr gute Arbeit des renommierten Drehbuch-Dreigespanns. Positiv wirkt sich natürlich auch aus, daß die zahlreichen Kampfszenen ohne Zweifel zu den besten des Genres gehören. Wire-Fu wurde fast gar nicht eingesetzt, stattdessen gibt es extrem sehenswerte, bodenständige Fights mit beachtlichen Schauwerten. Leider - und das war beim Original besser - hat in diesem Bereich der Film nach gut einem Viertel bereits sein bestes Pulver verschossen. Die Szene mit Jet Li und den Japanern in ihrer eigenen Kampfschule wird auch trotz einem guten halben Dutzend anderer hervorragender Fightszenen später unerreicht bleiben... Die Besetzung ist allererste Sahne: Mag einem Jet Li zwar die Präsenz von Bruce Lee etwas abgehen, so ist er doch bei weitem die beste Wahl eines "Nachfolgers" gewesen. Schauspielerisch ist er gegenüber seinen Anfangstagen auch arg gereift. Außerdem darf er hier ohne Drahthilfe endlich mal zeigen, was er kann, und dies tut er auch mehr als imposant. Chin Siu Ho und Billy Chow sind immer gern gesehene Akteure, und machen auch hier ihre Sache ausgezeichnet. Auch der Rest bietet vorzügliche Leistungen, wobei Ada Choi und vor allem Yasuaki Kurata besonders hervorzuheben sind.... Der beste Martial Arts-Film (und weit vor "Drunken Master 2")

Details
Ähnliche Filme