Unbreakable ist kein Actionfilm, wie man es vielleicht von Willis und Jackson gewohnt ist. Kein Film, den man sich "mal schnell" ansieht, ein bisschen Geballer hier und ein wenig Story dort und Ende. Unbreakable ist ein ruhiger und spannender Mysterie-Thriller der zu wagen Diskussionen und Interpretationen anregt. Doch ist dies bei diesem Film nicht nötig, da der Film sich größtenteils selbst interpretiert und aufklärt. Beispiele wollen jetzt nicht genannt werden, da dies schon in den anderen Reviews gemacht wurde, doch kann man an dieser Stelle immer wieder auf die Auflösungsszene hinweisen, in der Jackson sich als der Bösewicht entpuppt, den seine Mutter zuvor als Comicschurke beschrieben hatte. Man hatte es ja schon geahnt - irgendwie. Elijah Price, mit seinem steigen Blick, die schwarze Kleidung, die schiefe Frisur und einem Namen, der ihn von da an schon zum Comicbösewichten machte. David Dunn, dagegen überhaupt nicht wie ein Superheld - statt leuchtendem Umhang, graues Regencape - der an seinen Fähigkeiten zweifelt. Dies macht ihn zum genauen Gegenteil von Mr. Price; zum einen die moralische Einstellung Gut statt Böse, zum anderen die Erscheinung.
Des Weiteren sind auch andere Faktoren ausschlaggebend dafür, dass Unbreakable ein etwas anderer Film ist. Die Kameraführung ist langsam, wechselt nur selten und verharrt oft in einer Einstellung. Dazu die schön-schaurig-mysterische Musik im Hintergrund, ruhig und nachdenklich. Dies alles sorgt für einen schönen Spannungsaufbau, der nicht von hektischen Szenen unterbrochen wird, Selbst als es zum Kampf zwischen Dunn und dem Müllmann kommt, bleibt die Kamera ruhig wodurch das stilistische Mittel des Filmes erhalten bleibt.
Unbreakable ist ein ruhiger Film der trotzdem spannend und somit interessant bleibt. Ein Film zur "spannenden Entspannung" eben.
9/10 Punkte