131 Menschen sterben bei einem Zugunglück - nur ein einziger Mann, David Dunn (Bruce Willis), überlebt und das völlig ohne irgendwelche Verletzungen, ja sogar ohne jeglichen Kratzer. Durch den Comicsammler Elijah Price (Samuel L. Jackson), der ihm eine unglaubliche Theorie für sein Überleben präsentiert, kommt er seinem Geheimnis immer näher. Elijah, der selbst an einer Krankheit leidet, die seine Knochen bei kleinsten Stößen brechen lässt, behauptet, David sei das Gegenteil von ihm - er sei in keinster Weise verletzbar. Doch das hört sich für David zu abgedreht an. Aber nach und nach merkt er, dass Elijahs Theorie vielleicht doch nicht so unglaublich ist, wie sie zunächst klingt...
Eine Story, die sich sehr interessant anhört und so auch im Film über seht gut unterhalten kann. Alles wird Stück für Stück aufgebaut und man muss eigentlich keine Angst haben, irgendwie nicht mitzukommen. Die Story wird zum Höhepunkt getrieben und überrascht mit einem unvorhersehbaren Ende. Im Gegensatz zu M. Night Shyamalans erstem Film "The Sixth Sense" (eigentlich sein dritter, aber außerhalb von Amerika kennt die ersten beiden sowieso keiner ;-)) kam das Ende bei "Unbreakable" auch für mich sehr überraschend. Vielleicht war ich bei "The Sixth Sense" nur unglaublich scharfsinnig, aber bei dem Film wusste ich schon spätestens zur Hälfte, wie es ausgeht - ohne das mir jemand Tipps o.ä. gegeben hatte. Hier hatte ich eigentlich schon mit dem Ende gerechnet, als der Showdown noch kam - nach "The Others" und "The Hole" steht "Unbreakable" ganz oben auf der Liste der überraschendsten Enden.
Also gibt es schon mal Pluspunkte für die Story, die sich zu einem Großteil um Comics dreht. Denn Elijah zieht mehr und mehr Parallelen von sich selbst und David zu bestimmten Comichelden mit speziellen Fähigkeiten. Auch ich, der nicht gerade ein Comic-Fan ist, konnte locker folgen, also denkt nicht, dass hier Nicht-Comic-Fans am falschen Platz sind, da das Thema nicht so stark im Mittelpunkt steht. Speziell dreht sich alles über übersinnliche Fähigkeiten, die ihre Parallelen bei Comichelden finden.
Die Schauspieler spielen gewohnt gut. Bruce Willis kommt mit seiner monotonen Mimik glaubwürdig als trauernder, frisch von seiner Frau getrennter Vater rüber, während Samuel L. Jackson als zerbrechlicher Comicsammler eine gute Figur macht.
Ein großes Lob verdient die schon fast geniale Kameraführung. Viele Szenen wurden nur von einem Punkt aus gefilmt, was etwas Ungewohntes ist, aber mich zeitgleich begeistert hat. Die Anfangssequenz im Zug zum Beispiel, in der David versucht eine Frau anzumachen und die Kamera von der Reihe vor den beiden zwischen den Sitzen hindurch filmt, ist genial.
Leider gibt es aber auch ein paar Sachen, die negativ auffallen. Da wäre zum einen die fehlende Spannung in der ersten Hälfte des Films. Wie gesagt baut sich alles sehr gemächlich auf und vor dem Showdown passiert nicht wirklich viel. Genauso gibt es wenige Längen zu überbrücken. Auch nervt Davids Sohn Joseph Dunn (Spencer Treat Clark), der zuerst der einzige ist, der Elijah glaubt, mit seiner komischen Art. Als er David dann beweisen will, dass Elijah Recht hat, war der Charakter für mich total gestorben. Ich fand es einfach nur mächtig unglaubwürdig, was er da vorhatte.
Das alles verhindert aber nicht, dass man nach gut 1 1/2 Stunden aufsteht und sich denkt, dass man hier einen überdurchschnittlichen Mysterythriller gesehen hat, in dem Bruce Willis einmal mehr beweist, dass er ein ganz großer ist. Und Showdown, Kameraführung und Story trösten über gelegentliche Längen und Spannungseinbrüche hinweg.