Kurz vor der Kreuzigung dreier verurteilter Gesetzesbrecher, darunter Jesus Christus, bietet der römische Statthalter in Jerusalem, Pontius Pilatus, der versammelten Menschenmenge an, einen der Gefangenen freizulassen. Die Leute vor dem Palast entscheidet sich allerdings nicht für Jesus, sondern für den Schwerverbrecher Barabbas. Nachdem er freigelassen wurde, sucht Barabbas sein altes Zuhause auf und trifft seine ehemalige Geliebte Ester wieder, die inzwischen zu den Anhängern Jesu gehört. Als sich der Himmel während der Kreuzigung des Gottessohns verdunkelt, sucht Barabbas ungläubig den Ort der Hinrichtung auf. Fassungslos beobachtet er das Opfer Jesu, das er nicht verstehen kann. Dennoch misst er der Entscheidung Gottes, ihn an Stelle von Jesus leben zu lassen, Bedeutung bei und stellt sein Schwert von nun an in dessen Dienste.
Für diese Bibelstunde muß man ordentlich Zeit mitbringen, denn mit über drei Stunden Laufzeit ist die Neuverfilmung von Barrabas nichts zum mal eben nebenher weggucken. Die Titelrolle wurde von Anthony Quinn zu Billy Zane weitergereicht, die alten Kostüme noch mal aufgebügelt und die Geschichte der Verbrecherkarriere und der Wandel zum Christentum nochmal neu erzählt.
Ehrlich gesagt bin ich jetzt nicht so wirklich bibelfest, um abzuschätzen was dabei auf realen Erzählungen stammt, oder was dramaturgisch aufgemotzt wurde, aber zumindest die eine Szene die kannte ist dabei. Pontius Pilatus gewährt einem Verbrecher vor der Hinrichtung die Begnadigung, was eigentlich für Jesus Christus gedacht war.
Der Zweiteile ist dabei nett ausgestattet und auch die Darsteller sind absolut solide, aber bei eben drei Stunden Film, sind auch einige Weitschweifigkeiten dabei, Leute mit ADS oder geringem Sitzfleisch sollten sich den Film eher sparen.
6/10