Review

Das Gehirn (1988)
Ein aus außerirdischen Substanzen gezüchtetes Riesengehirn will mithilfe einer regionalen TV-Show über Gedankenkontrolle die Weltherrschaft an sich reißen und die Menschheit versklaven.

Jim Majelewski (Tom Bresnahan) geht noch zur Highschool ist Klassenbester aber auch durch seine Streiche Lehrerschreck zugleich. Da seine letzte Aktion, die Rohrleitung in den Schultoiletten zum Explodieren zu bringen, den Bogen überspannte und dadurch sein Abschluss in Gefahr geriet, schickt ihn der Direktor mit Einwilligung der Eltern ins bekannte und erfolgreiche Psychological Research Institute, das vom Psychiater und Showmaster Dr. Anthony Blakely (David Gale) geleitet wird. Hier macht Jim nach dem seine Therapie außer ein paar bedrohlichen Halluzinationen nichts bewirkte eine schreckliche Entdeckung. Dr. Anthony Blakely hat ein aus außerirdischen Substanzen gezüchtetes Riesengehirn in seinem Labor, das nach und nach mächtiger wird und über die vom Dr. moderierte TV-Show „Unabhängiges Denken“ über Gedankenkontrolle die Weltherrschaft erlangen möchte. Jim und seine Freunde wollen dieses nun vereiteln, während das Gehirn derweilen alles verspeist was sich ihm in die Quere stellt.

Es schwebt, ist gefräßig und in Sachen Unlogik kaum zu übertreffen. Es lebe der B-Movie Monster Trash der 80er…

Regisseur „Ed Hunt“ haben wir es zu verdanken, das sein zehnter und letzter Film 1988 in die Trashfilm Regale einsortiert werden konnte. Wie für ihn typisch gibt es auch beim „Das Gehirn“ Elemente aus Sci-Fi Katastrophe, Horror und Trash zu bestaunen. Auf eine halbwegs stimmige Story hat man total verzichtet.

Der Spaß ist erstaunlicherweise recht gut umgesetzt worden, wobei ich auch gleich vorweg sagen muss, das, das Gehirn, auf dem deutschen Retro Cover wesentlich besser aussieht als im Film. Die Hauptattraktion schaut aus wie ein Silikonball in Brauntönen mit ner Fratze, spitzen Reißzähnen und Glupschaugen. Wie ein Gehirn sieht das nicht aus und ist so nur mit viel Fantasy als solches zu identifizieren.

Vom Aufbau her ist der Streifen wie ein klassischer Teeny Horror aufgebaut. Was ich so verwunderlich finde, ist, dass trotz der radikalen Unlogik die Story funktioniert und Spaß macht. Horror und Gore darf man nicht zuviel erwarten, eine kleine Axt Szene, ein Messerstich und auch die obligatorische Kettensäge kommt kurz zum Einsatz, aber alles sehr schonend. Ich sage nur FSK 16. Atmosphäre hat der Film aber auch ohne den Gewaltfaktor und er hält den roten Faden in der minimalistisch gehaltenen Storyline.

Insgesamt kann ich sagen, dass der Film mich unterhalten konnte. Wenn man weiß, dass man sich auf einen 80er B-Movie Trash einlässt, hat man sein Spaß damit. Die Idee ist schon allein ein Blick wert. Wer in dem Film eine Message sucht, die könnte allgemein der „Medienkritik“ angehören, aber überwiegend will er amüsant unterhalten.

Fazit:
B-Movie, soft Horror Trash mit wenig Blut und Action, aber dafür mit abstruser Story, die zum Schmunzeln anregt. Für Trash Freunde eine kleine Empfehlung. 7 Punkte bekommt das komische Gehirn und die Titten- Therapie. - Auch dieser vergessene Film ist bis dato leider noch nicht auf DVD erschienen.

Bewertung:
7 / 10 Punkte.

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