Außerirdische müssen nicht immer böse sein. Das war auch Steven Spielbergs Aussage, als er seine Kassenschlager Unheimliche Begegnung der dritten Art und E.T. drehte. Im Jahr 2000, nach vielen Serien über seltsame Phänomene und außerirdische Verschwörungen ist Spielbergs Aussage wieder Thema in der Serie Roswell, die in der gleichnamigen, berüchtigten Stadt in New Mexiko spielt.
Das Geheimnis von Roswell beschäftigt die UFO-Experten seit Jahren. 1947 soll eine fliegende Untertasse in dieser Gegend abgestürzt sein und Einheimische haben scheinbar unzerstörbare Wrackteile gefunden. Einige behaupten nahe der Absturzstelle Außerirdische gesehen zu haben und beharren darauf, dass die Regierung alle Beweise konfisziert habe. Die offizielle Version besagt jedoch, das Phänomen sei nur ein abgestürzter Wetterballon gewesen.
Doch was ist das Geheimnis von Roswell? Es ist zu einem unverzichtbaren Teil moderner Kultur geworden und führt jedes Jahr haufenweise Touristen nach Roswell. Der Grundgedanke vieler Serien entsprang dem Roswell-Vorfall, darunter auch Seven Days und Akte X. Ist also 1947 doch irgendetwas dort geschehen - oder war es doch nur ein Wetterballon?
Die Serie Roswell beleuchtet die Sache mal von einer ganz anderen Seite: Der Absturz hat tatsächlich stattgefunden - und es gab Überlebende.
Das kommt gleich am Anfang der Pilotfolge in dem örtlichem Café heraus. Bei einem Streit zwischen zwei Betrunkenen wird die Kellnerin Liz (Appleby) von einem Schuss getroffen. Eigentlich müsste sie tot sein. Diese Tragödie wird von Max (Behr), einem der drei (später vier) in Roswell lebenden Aliens, verhindert. Max, seine Schwester Isabel (Heigl), und sein Freund Michael (Fehr) sehen aus wie normale Menschen. Aber sie haben ein paar unglaubliche Fähigkeiten und Max setzt diese ein, um Liz das Leben zu retten. Dabei riskiert er nicht nur seine Tarnung, sondern auch die seiner Freunde...
Roswell ist im Gegensatz zu anderen Serien aus dem Genre kein Actionknaller. Es gibt nur sehr wenig Spezialeffekte und auch (fast) keine Raumschiffe oder Lasergewehre, was sehr unüblich für den Executive Producer Jonathan Frakes (Commander William T. Riker) ist. Trotz des abgefahrenen Aufhängers geht es in dieser Serie im Grunde um die Menschen und dass Max, Michael und Isabel Außerirdische sind, ist eine schöne Allegorie auf die Apathie innerhalb unserer eigenen Gesellschaft.