Review

Es gibt Filme, deren Beurteilung von vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst werden. So ist es z.B. nicht unerheblich, ob es sich bei dem besprochenen Titel um eine (Ver-)filmung eines Romans handelt. Der Rezensent wird - insofern er das Buch kennt - mit Sicherheit anders an eine Besprechung herangehen als jemand, der mit der Buchvorlage nicht vertraut ist.
Da mir der Roman unbekannt ist, beurteile ich "Tommyknockers" also ganz unbeeinflusst von der schriftlichen Vorlage und muss zu dem Ergebnis kommen, dass diese Produktion insgesamt eine der miserabelsten ist, die mir jemals unter die Augen kam. Die Handlung - falls überhaupt davon gesprochen werden kann - zieht sich wie Kaugummi in die Länge. Sämtliche Darsteller agieren wie Laien, die zum ersten Mal eine Schulaula betreten. Besonders hervorzuheben ist Marg Helgenberger mit ihrer absolut unprofessionellen, ja sogar regelrecht dilettantischen und hölzernen Spielweise. "Tommyknockers" erinnert eher an eine Marionettenaufführung jedoch nicht an einen Horrorfilm. Abgesehen davon, dass während der endlos erscheinenden knapp 170 Minuten Spielzeit nicht die Spur einer Spannung aufkommt, kann von einer gruseligen Atmosphäre nicht im Entferntesten die Rede sein. Der Streifen ist nur im Zeitraffer erträglich, so dass man die Laufzeit selbst nach Belieben verkürzen kann ohne etwas zu verpassen. Wer dieses Machwerk ansieht, wird sich anschließend über die Zeitverschwendung ärgern insofern dem gelangweilten Zuschauer nicht vorher schon die Augen zugefallen sind. Ich gebe Null (0) Punkte! und selbst das ist noch äußerst entgegenkommend.

Details
Ähnliche Filme