Die Schriftstellerin Bobbi Anderson, wohnhaft in der Kleinstadt Haven, findet einen merkwürdigen Gegenstand in der Erde. Bereits nach kurzer Zeit stellt sich heraus, dass es sich anscheinend um eine riesige Untertasse handeln muss. Doch dass ist noch lange nicht alles: Während Bobbi das Schiff ausgraben will, verändert sie sich ebenso wie alle anderen Havener. Sie erfinden plötzlich neuartige, technische Maschinen und scheinen irgendwie langsam zu einer verschworenen Gemeinschaft zusammenzuwachsen. Doch es geschehen auch unheimliche Dinge: Menschen verschwinden oder werden getötet und Haven wird von der Außenwelt regelrecht abgetrennt. Nur Bobbies Freund Jim Gardener, ist gegen die neuen Einflüsse in Haven immun, weiß jedoch lange nicht, was er tun soll. Doch irgendwann wird ihm klar, dass er versuchen muss den Wahnsinn zu stoppen. Umso mehr als er und Bobbi erfahren, dass Außerirdische Wesen die Havener als "Energiequellen" missbrauchen...
Dies ist mal wieder eine Stephen-King-Verfilmung. Und eine ziemlich lange noch dazu. Zum Buch sei gesagt: Es ist sehr umfangreich und komplex (erinnert durch die Science-Fiction-Elemente etwas an HP Lovecraft, ist aber nicht so atmosphärisch und gruselig) und etwas überladen, wie ich finde. Der Film (die deutsche TV-Fassung) dagegen wirkt, trotz seiner Länge, wie eine Art Kurzfassung des Buches, obwohl die wichtigsten Szenen schon enthalten sind. Zu erwähnen ist auch noch, dass das Drehbuch manchmal schon stark vom Buch abweicht.
"Tommyknockers" ist eine Mischung aus Mystery/Science Fiction und Horror. Leider können die Schauspieler nicht sonderlich überzeugen. Jimmy Smits in der Rolle des Jim Gardener macht seine Sache zwar noch einigermaßen ok, aber die meisten anderen wirken in ihren Rollen nicht sonderlich glaubhaft. Spannung ist auch relativ wenig vorhanden, es plätschert so vor sich hin. Nur gegen Ende wird es dann ein wenig spannender.
Nervig sind auch diese Tommyknockers-Reime, die immer wieder eingespielt werden.
Splattereffekte hat der Film überhaupt keine. Da der Film ansonsten auch nicht unbedingt gewalttätig (über einen langen Zeitraum sogar noch nicht mal unheimlich) wirkt, ist die FSK 16- Freigabe sicherlich ok. Aber auch die SF-Effekte des Filmes sind nicht unbedingt der Hammer, egal ob das jetzt das Schiff im Waldboden oder die Außerirdischen selbst betrifft.
Alles in allem ist der Film sicherlich allenfalls Durchschnitt aber nichts wirklich Interessantes oder weltbewegendes.