Die Story ist simpel: Die Ruskis möchten die Amis über die Finanzmärkte ruinieren. Nur WIE ist so unglaublich realitätsfremd und fiktional, dass es schon an eine Satire grenzt. Viele Details sind nicht im geringsten glaubwürdig. Der totale Überwachungsstaat a la Orwell wird verniedlicht und verherrlicht und unterschwellig zu unserer aller Nutzen dargestellt. Kirk äh Chris Pine bleib bei Deinen Leisten. Und die Bett-Szene mit Knochenorgel Kira fehlt auch! Filmerisch wird viel geboten. Gute Schauspielkunst, klasse Schnitte, glaubhafte Kulissen, die Mittel zur Erzeugung von Spannung, die Actionszenen uvm. sind einwandfrei. Nur leidet der Film an krankhaftem US-Patriotismus voller fragwürdiger Ideale wie "dem Land dienen dürfen", die ewig guten Amis und ewig bösen anderen oder dem (Massenmörder-Politpsychopathen alias) US-Präsidenten persönlich stolz die Hand schütteln dürfen. Leute, so etwas nervt! Das ließe sich alles neutraler darstellen.
Fazit: Eine gute Rahmenstory schlecht ausgefüllt, aber wiederum gut in Szene gesetzt. Unausgegoren und mit verschenktem Potential. An den Schauspielern lag es nicht - das Drehbuch wurde trotz genialer Abschnitte in Summe vergurkt. So bleibt es beim Mittelmaß und der Film als 2. Wahl. (5,5/10)