Review

Langgezogene Kurzweile


Los Angeles - mittlerweile mehr die Stadt gescheiterter Existenzen und Schauspieler als Engel. Ganz am Boden ist unser Limousinenfahrer in „Stretch“ zwar noch nicht - aber diese chaotische Nacht voller unverschämter Stars, gefährlicher Gangster und Textnachrichten mit seiner womöglichen Traumfrau legt sich definitiv ins Zeug, ihn brutal dorthin zu befördern... Aber wachsen echte Männer nicht an ihren Herausforderungen? Und seien diese noch so lebensgefährlich und unglaublich? 

„Stretch“ ist positiv in den Videotheken und 80ern hängen geblieben. Ich liebe den Style und das Tempo, das Augenzwinkern und die Neonlichter, die Synthies und gemachten Brüste, die falschen Akzente und großen Einschusslöcher. Außerdem ist es toll, Patrick Wilson auch mal im schmutzigeren Modus zu erleben und Jessica Alba ist immer eine Sünde wert. Dazu einer der coolsten Chameos eines ziemlich großen Hollywoodstars seit langer Zeit, der wirklich und wortwörtlich Eier zeigt. Was für eine Nacht! Was für eine wilder Ritt! Was für eine Urgewalt! Feurig und frivol. Davon würde ich gerne eine Fortsetzung sehen. „Stretch“ ist eine Wohltat und politisch oft genug nicht korrekt, porentief dreckig, ein echter Querschläger, wie man ihn heutzutage mit der Lupe suchen muss. Zwischen gelungen und genial. 

Fazit: 80s-Throwback, Neo-Noir, Actionkomödie, Starvehikel, B-Movie, Videothekentipp, Limousinenlacher - „Stretch“ ist einer der coolsten DTV-Titel, den man in den letzten Jahren erwischen konnte. Ein echter Firestarter! Für Fans von „Smokin Aces“, „The Nice Guys“ und „Kiss Kiss Bang Bang“. Unterhaltung pur! 

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