6
2013, als "Der Umleger" in Texarkana im Halloween-Kino läuft, taucht ein Killer auf, der die sadistischen Morde von 1946 nachahmt. Die junge Jami, die dem Killer entkommt, versucht hinter seine Identität zu kommen. Der Film ist ganz originell, sowohl Fortsetzung und zugleich Remake des ersten Teils. Die Idee, den ersten Film als Film in die Geschichte einzubauen, ist gut gelungen. Die Geschichte folgt dem traditionellen Slasher-Genre, ist nett umgesetzt, bietet aber eine an den Haaren herbeigezogene Auflösung der Geschichte. Es bleibt ein netter, kleiner, unspektakulärer Beitrag zum Genre. Dafür gibt es 6 von 10 Punkten.
8
In einem texanischen Kaff kommt es während der Vorführung des billigen Horrorstreifens "The Town that dreaded Sundown", der eine tatsächlich stattgefundene Mordserie aus den 1940er Jahren thematisiert, zu erneuten Bluttaten. Supersmartes Meta-Kino, das sowohl auf die realen Ereignisse aus den 40ern (bei denen der Mörder nie gefasst wurde) als auch auf den ziemlich beschissenen '76er-Drive In-Schrott "Der Phantomkiller" (der sich damals schon an den ungelösten Serienmorden von vor 30 Jahren abgearbeitet hatte) Bezug nimmt und letztendlich auf drei oder vier verschiedenen Ebenen funktioniert... je nach Lust und Laune als Quasi-Fortsetzung, Remake, True-Crime-Vexierspiel oder Stand-Alone-Slasher. "Blair Witch 2" lässt grüßen. Fast genial. 8/10
5
Dieser Serienmörderthriller ist mal kein Remake oder verspätetes Sequel sondern tatsächlich ein Nachschlag auf der Meta-Ebene, bei dem das 70er Original als Film-im-Film behandelt wird. Zuerst ist alles schön Old School mit atmosphärischen Shots von Liebespaaren, die es treiben wollen, im Wald oder auf einsamen Parkplätzen - wie zu besten Slasher-Zeiten. Da denkt man an den Mörder mit der Hakenhand oder Jasons frühe Auftritte. Doch wozu so übertrieben Retro, wenn die Geschichte doch in der Gegenwart spielt? Interessant auch das spießige, erstaunlich auf sich selbst fixierte Südstaatenkaff, das sich nach außen hin prüde gibt, doch innerlich genauso verdorben/normal ist wie jede Stadt. Leider läuft das Ganze auf eine SCREAM-artige Auflösung hinaus, bei der man nur mit dem Kopf schütteln kann und die viel vom Aufgebauten prompt kaputt macht.