Review

Staffel 1

PENNY DREADFUL spielt im victorianischen London, zu der Zeit als Jack the Ripper sein Unwesen trieb. Vor dieser Kulisse findet sich eine Gruppe ungewöhnlicher Menschen zusammen die Übernatürlichen Geschehnissen entgegentreten. Der Clou daran ist die Zusammensetzung dieser Truppe, die u.a. bekannte Romanfiguren vereint.

Vanessa Ives: eine latent Besessene,
Sir Murray: besitzt weltliches Wissen und finanzielle Mittel,
Dr.Frankenstein: Arzt und Freizeit-Kreaturen-Erschaffer,
Mr.Chandler: Revolverheld und eine Überraschung am Ende der ersten Staffel
Der bekannte Vampirjäger Prof.Van Helsing hat ebenso Auftritte wie Dorian Gray (den musste ich auch erst googeln) und Mina (siehe Bram Stokers Dracula)

Die Serie hat mich anfangs nur knapp bei der Stange gehalten, denn sie sprüht nicht gerade vor Action; Und Vampire und Dämonen erkennt man an den üblichen billigen roten oder gelben Kontaktlinsen und weißer Schminke. Die Action- und Gruselszenen sind nichts besonderes (teils recht blutig, wenn auch Meilen entfernt von Game of Thrones oder The Walking Dead). Ich bin eher von der ruhigen Art, der guten Ausstattung und den angenehmen Charakteren eingenommen worden. Vor allem die Geschichte um die beiden ersten "Menschen" Frankensteins fand ich einfühlsam.

Musikalisch spielt die Serie in der oberen Liga mit. Der Hauptscore erinnert in den ersten Sekunden an "The Walking Dead" und nicht nur der Soundtrack, sondern die ganze Stimmung hat viel von Bram Stokers Dracula (1992).

Nach den nun 8 Folgen der ersten Staffel freue ich mich auf deren Fortsetzung, allerdings habe ich kaum Hoffnung, dass die Serie ein Erfolg wird. Zielgruppe sind aufgrund der ruhigen, hypnotischen, leicht als langweilig zu empfindenen Grundstimmung eher Erwachsene. Buffy-Fans dürften abgeschreckt sein, es sei denn sie sind mit den Jahren gereift.

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