„To the Limit“ ist ein ziemlich schwaches PM-Filmchen, was zum großen Teil an der (Fehl-)Besetzung der Hauptrolle mit Anna Nicole Smith liegt.
Arthur Jameson (Jack Bannon) ist ein hohes Tier beim CIA, aber fies und durchtrieben. Wer ihm nicht in den Kram passt, wird kurzerhand aus dem Weg geräumt – so wie ein paar arme Toren zu Beginn des Films. Das ist zwar alles ziemlich klischeehaft und undurchsichtig (wer genau das arme Kanonenfutter ist, erfährt man nicht), aber nett gemacht und bringt etwas Action in den Film.
Derweil will der Ex-Agent Frank DaVinci (Joey Travolta) heiraten, wobei man zu der Hochzeit auch den CIA-Agenten Thomas 'China' Smith (Michael Nouri) und seine Freundin Colette Dubois (Anna Nicole Smith) eingeladen hat. Die beiden verspäten sich aber aufgrund ihrer Triebe gewaltig. Dies ist nur einen von den zahlreichen, überflüssigen und langweiligen Titten- und Fickszenen, die den ganzen Film verseuchen.
Ihr Glück, denn Jamesons Männer überfallen die Hochzeit und richten ein Massaker an, das Frank schwer verletzt überlebt. China kommt vor seinem Haus durch eine Autobombe zu Tode, während Colette aufgrund eines vergessenen Geschenkes mit dem Leben davonkommt. Sowohl sie als auch Frank wollen sich an Jameson rächen und den Grund für das Blutvergießen erfahren...
Die Story von „To the Limit“ ist ziemlich lahm, da den gesamten Film über fast nichts passiert. Die meiste Zeit hockt Frank nach seiner Genesung mit seinen Kumpels von der Mafia rum, während Colette untergetaucht Beweise gegen Jameson sammelt. Dabei wird das übliche Standardprogramm durchlaufen: Der obligatorische Mordversuch im Krankenhaus, das Verschwinden eines verwandten Kindes (was sich natürlich nur als Weglaufen herausstellt) usw. Hat man alles schon zig mal gesehen und es täuscht nicht über den Mangel an echter Handlung hinweg.
Immerhin sind die Hintergründe überraschend undurchsichtig und man erfährt erst gegen Ende, worum es eigentlich genau geht. An sich keine schlechte Sache, aber dies resultiert weniger aus der Finesse des Drehbuchautors als mehr aus der Tatsache, dass der Fiesling in der Mitte des Films fast komplett die Füße stillhält und Frank und Colette sich nur fragen, ob sie dem anderen trauen können. Absolut deplaziert: Die holprig eingebauten Titten- und Bettszenen, die nur langweilen, billig sind und sexistisch wirken.
Trotz der professionellen Machart kann der Film auch auf der Actionseite kaum Pluspunkte verbuchen: Es gibt nur drei größere Shoot-Outs (Hochzeitsmassaker, Motel, Ranchhinterhalt), eine ganz kurze Verfolgungsjagd in der Mitte sowie einen Minishowdown ohne Action auf dem Hooverdamm. Die Actionszenen sind immerhin recht gut inszeniert und bieten einige ordentliche Einschüsse, was die drei Shoot-Outs klar zu den besten Szenen des Films macht. Leider sind einige Szenen aus anderen PM-Filmen herein geschnitten worden (z.B. die Van-Explosion mit dem brennendem Fiesling aus „C.I.A. – Codename: Alexa“), was man immer recht deutlich sieht.
Anna Nicole Smith ist ein absolute Katastrophe: Mit null Gesichtsausdrücken, hölzernem Agieren in den Actionszenen und hässlichem Aussehen (mal ehrlich: Die Silikonkissen sind das einzige „Herausragende“ an ihr und das auch nur für den, der’s mag) nervt sie in jeder Szene. Die Nebendarsteller sind allesamt auf Durchschnittsniveau. In einer Nebenrolle ist auch Branscombe Richmond aus „Renegade“ zu sehen, der nach dem ersten Drittel mit einer Spritze niedergestochen wird und dann gar nicht auftaucht (ich dachte, er wär hinüber), ehe er in der letzten Ballerei auf einmal wieder mitmischt.
Unterm Strich ist „To the Limit“ ein schwaches PM-Vehikel, bei dem die gute Machart und die Shoot-Outs die schwache Geschichte, die vielen Längen und die miese Hauptdarstellerin nicht ausgleichen können.