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Zusammen mit seinem neuen Partner Bernie meldet sich Vietnam-Veteran Frank Vega zurück, um die Straßen von Los Angeles zu säubern. Inzwischen ist er seinem großen Traum gefolgt und hat ein Sozialzentrum eröffnet, wo er junge Boxer betreut, nicht nur im Ring, sondern auch im wahren Leben. Als sich sein bester Schüler mit den falschen Leuten einlässt und dafür mit dem Leben bezahlt, nehmen Frank und Bernie das Gesetz in die eigene Hand und stürzen sich von einer gefährlichen Situation in die andere.

Mußte sich im ersten Teil Frank Vega quasi allein mit den Finsterlingen rumschlagen, so gab man ihm hier mit dem schrulligen Schnapsladenbesitzer Bernie Pope an die Seite. Hier schlägt man einerseits mit Danny Glover die Brücke zu den Lethal Weapon Filmen, den auch hier dominieren Action-Fun du Buddy Movie, als auch andererseits zu der Oldie but Goldie Bewegung Marke R.E.D. oder Expendables.
Die Handlung setzt drei Jahre nach dem Vorgänger ein, Frank hat mittlerweile ein Boxzentrum und betreut Jugendliche Straßenkinder, als aber einer seiner Schützlinge von Drogenhändlern erstochen wird, ist es Zeit mal wieder den Helden auszukehren. Schön dabei auch Andrew Divoff mal wieder zu sehen, der hier einen herrlich glitschigen Botschafter und Drogenboss mit diplomatischer Immunität gibt, was aber gar nicht mal nötig wäre, da wie immer die Cops von alleine wieder gar nichts auf die Reihe bekommen.
So begleiten wir dann zwei Siebzigjährige mit herrlichen Dialogen auf ihren Ermittlungen. Durch die militärische Vergangenheit sind die deutlich jüngeren Gegner no match für die beiden Ergrauten. Allein schon das Anlegen der Kampfanzüge (ein running Gag der Reihe) ist ein Brüller. Im Trainingsanzug (was Glover den Spitznamen grüne Rakete einbringt) und mit Bauchtäschchen geht auf die Piste, dummerweise aber auch nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln (nächster wiederkehrender Gag), da Bernie seinen Ford die letzten Jahrzehnte doch ziemlich vernachlässigt hat.
Die Chemie der beiden Danny´s stimmt dabei absolut. Es macht einfach Laune den beiden Pensionären bei ihren Gesprächen zuzuhören und gleichzeitig zu sehen, wie dem Jungvolk schlagkräftig Manieren beibringen. Das hat durchaus Lethal Weapon Niveau. Lediglich die peinliche CGI-Explosion eines Hubschraubers fällt aus dem Rahmen ansonsten ist aber auch die Action nicht ohne. Man teilt ordentlich aus, was ein paar Ladendiebe feststellen müssen, der Botschaftssohn bekommt das Auge mit einem Eispickel perforiert und auch bei den Shootouts geht schon mal blutig zur Sache.
Lediglich die Love Story von Frank wirkt da als Spaßbremse und einem nervigen Kinderdarsteller, ansonsten kann man es sich vorstellen wie Waldorf und Statler aus der Muppet Show auf Verbrecherjagd. Ich fand es sogar noch einen Ticken besser als Teil eins. Daumen hoch.
8/10

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