Wem "American Pie" gefällt, der dürfte auch an "Road Trip" aus der Feder von Todd Phillips seinen Spass haben. Geboten wird eine kurzweilig unterhaltsame Story um ein prikäres Video, welches, aus Versehen in die Post gelangt, seinen Adressaten besser nicht erreichen sollte. Was folgt, ist eine turbulente Tour quer durch Amerika, bei der es nicht nur einmal deutlich unter die Gürtellinie geht.
Sicher, "Road Trip" erfindet das Comedy-Rad nicht neu. Aber wen stört das schon, wenn das filmische Endergebnis so solide für knappe 90 Minuten unterhält? Auch wenn es keine echten Übergags gibt, so lässt sich doch die Masse der Spässe von "Spezial-Analbehandlung" bis "French-Toast-deluxe" als durchaus gelungen beschreiben - was nicht zuletzt auch den sympathischen Charakteren bzw. ihren Darstellern zu verdanken ist. Hervorzuheben ist wieder einmal Seann William Scott, der schon in bereits erwähntem "American Pie" als Partyking Stifmeister für ordentlich Furore sorgte. Genial zudem DJ Qualls als wahrer Wolf im Schaafspelz, der für mich sogar zum heimlichen Star des "Road Trips" avanziert.
Etwas weniger abgewinnen konnte ich hingegen Hauptdarsteller Breckin Meyer, dem meiner Meinung nach leider das nötige Profil sowie eine komödiantische Begabung nicht zu Teil sind. Fast konsequent ist er im Film dann auch eher für den romantischen Part zuständig, den er dafür ganz ordentlich rüberbringt. Hier wäre eine bessere Besetzung locker möglich gewesen!
Optik und Mucke stimmen desweiteren jedenfalls wieder, weshalb ich dieses überdurchschnittliche Stück Klamauk recht bedenkenlos weiterempfehlen kann. Wenn auch nicht ganz so derbe wie der dritte amerikanische Apfelkuchen: Schräge Typen, freizügig-geschmackvolle Gags und gute Laune, diese Mischung macht einfach Spass!