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Einmal Austin und zurück

Wenn man sich auf andere verlässt, ist man verlassen. Diese bittere Erfahrung muss Josh (Breckin Meyer) machen, denn statt seines Romantiktapes für seine in Austin studierende Jugendliebe Tiffany (Rachel Blanchard) geht dummerweise eine mitgefilmte heiße Nacht mit Beth (Amy Smart) auf den Postweg nach Texas.

Beths Gesellschaft hat er auf der Party seines Kumpel E.L. (Sean William Scott) ersteigert, auf dessen Anraten er doch eigentlich mit schlafen sollte, da Tiffany sowieso weit weg ist. Nun hat Josh ein gewaltiges Problem, denn eigentlich liebt er Tiffany immer noch. Er hat genau 3 Tage Zeit, um nach Austin zu kommen und die Post abzufangen. Also überredet er den Nerd Kyle (DJ Qualls), ihm sein Auto zu überlassen und zusammen mit E.L. und Rubin (Paulo Costanzo) eine Reise voller unerwarteter Überraschungen anzutreten.


Was passiert, wenn man American Pie und Die Schrillen Vier Auf Achse mischt? Das Ergebnis heisst Road Trip und stellt eine der gelungensten Komödien der 2000er Jahre dar.

Die Gang um den gutmütigen, etwas naiven Josh ist samt und sonders sehr sympatisch und gerät auf ihrem Weg von einer abstrusen Situation in die nächste, sehr zur Freude des Zuschauers.

Die Story wird dabei in Rückblenden erzählt, während Tom Green als eher unwissender Tourguide Barry potentiellen Neustudenten seine Uni vorstellt. Doch Barry hat nur Probleme, Fakten seines Studienplatzes aufzuzählen, sondern ist auch keine Leuchte in Sachen Geographie, so dass er Beth schon mal nach Bosten statt nach Austin schickt.

Der Humor bleibt dabei während des ganzen Films konsequent in der Nähe der Gürtellinie und unterschreitet diese auch hin und wieder mal. Wer also American Pie gesehen, weiß in etwa was da auf ihn zukommt.

Die Darsteller spielen ihren Rollen großartig und mit viel Spaß, wobei zum damaligen Zeitpunkt wohl nur Sean William Scott in Deutschland einem breiteren Publikum bekannt gewesen sein dürfte. Auch wenn Josh den Philosophiekurs besucht, bleiben verkopfte geistige Auswüchse außen vor, hier regiert der Spaß ganz allein.

Wer auf der Suche nach einem kurzweiligen Roadmovie ist, kommt an Road Trip nicht vorbei. Die deutsche Synchro ist sehr ansprechend ausgefallen und fällt im Vergleich zum Englischen nicht ab. Lachen ist bei dieser durchgeknallten Abenteuerreise garantiert und für mich ein Must Have.

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