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Heiliges Blechle! Was für eine saugeile Sause ist das denn bitte? Scot Armstrong (Ko-Drehbuch) & Todd Phillips (Ko-Drehbuch & Regie) schicken die vier College-Freunde Josh (Breckin Meyer), E. L. (Seann William Scott), Rubin (Paulo Costanzo) & Kyle (DJ Qualls) von der Ithaca-University auf einen wilden & aberwitzigen Road-Trip, bei dem kein Auge (& auch sonst nix) trocken bleibt. Der Grund: Die heiße Beth (Amy Smart) hat ihre heiße Liebesnacht mit Josh auf Video aufgenommen & das Tape wurde von Joshs Kumpels (irrtümlich) an dessen Freundin Tiffany (Rachel Blanchard) geschickt, mit der er seit der Kindheit zusammen ist. Also gilt es, die Videokassette abzufangen, bevor sie in Tiffanys ahnungslose Hände gerät. Blöd nur, dass Tiffany in Austin studiert. Und Austin ist 1800 Meilen von Ithaca entfernt.

American Pie ist offenbar populärer, dabei ist Road Trip (meiner Meinung nach) so viel besser & witziger & geiler. Dass der Streifen so dermaßen rockt, liegt auch an den Figuren, die ich echt sympathisch finde. Mit Josh kann man sich problemlos identifizieren, Scott (E. L.) gibt eine geniale Variation des Stifmeisters zum Besten, der intelligente Rubin ist meist neben der Spur, der schüchterne Kyle macht die schönste Entwicklung durch & Beth ist so entzückend & sexy, dass es nachvollziehbar ist, wenn Wildfremde ihr die lackierten Zehen abschlecken. Dazu kommen einige herrlich schräge Nebenfiguren, wie Barry (Tom Green), der die irre Geschichte erzählt, Beth-Stalker Jacob (Anthony Rapp), Kyles Wut-Daddy Earl (Fred Ward), die hilfsbereite Samenbank-Schwester (Marla Sucharetza), der stinkfaule Arschloch-Rezeptionist (Andy Dick) oder die blinde Brenda (Mary Lynn Rajskub).

Die haarsträubenden Situationen, durch die unsere Helden dann stolpern, sind pures Gold. Das unorthodoxe Überqueren des Flusses. Beth & die falsche Tiffany (in Boston). Der leckere French Toast. Das Organisieren des Schulbusses. Die Fütterung von Mitch, der Python ("Look at me. I'm a mouse. Eat me!"). Das Mittagessen mit den People of Color. Rhonda (Mia Amber Davis). Der gemolkene E. L. Die große Konfrontation in Austin. Der Soundtrack ist toll & an deftigen Sprüchen herrscht ebenfalls kein Mangel. "You know what your problem is? You’re all brains... not enough cock and balls!" Und die schrecklichste aller Drohungen: "Your dick will never forgive you." Amy macht sich nackig (zu Recht!), ein paar andere Babes flashen ebenfalls (in der Unrated-Fassung länger & expliziter), in einer Szene, die selbstzweckhafter kaum sein kann. Insgesamt ein Road Trip ganz nach meinem Geschmack.

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