Inhalt (englische Fassung):
China, während der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts, als der Einfluss der Japaner immer größer wird.
Lu Fu (Chin Han) hat mehrere Jahre im Gefängnis verbracht, und wird nunmehr aus der Haft entlassen.
Sein Adoptiv-Bruder Lu Te Pao (Lung Fei) hat aber kein Interesse daran, Lu Fu herzlich zu begrüßen.
Im Gegenteil, er will Lu Fu am liebsten tot sehen. Lu Te Pao hat die Kohlen-Mine der Familie übernommen, und zusammen mit russischen Kollaborateuren will er die Stadt unter Kontrolle halten. Und Lu Fu stört da nur.
Eine junge Dame, Chu Lin (Shih Szu) hilft Lu Fu..., der etliche Kämpfe gegen die Schergen seines Adoptiv-Bruders überstehen muss.
Ein japanischer Anführer, Nagata (Yee Yuen) bietet zudem seine Hilfe an, zusammen mit dem Karate-Fighter Sheng (Shut Chung-Tin) und der Kendo-Amazone Chieko (Lee Wai).
Doch den Japanern geht es nicht darum, Lu Fu wirklich zu helfen.
Als es zwischen Lu Fu und Lu Te Pao sowie dessen Schergen zum Show-Down in der Mine kommt, greifen die Japaner ein.
Und Lu Te Pao wird erschossen..., Lu Fu angeschossen, seine Hände zertrümmert, und er wird von den Japanern gefangen gesetzt!
Chu Lin gelingt es, Lu Fu zu befreien.
Lu Fu muss seine Kampftechnik so verbessern, dass er ohne Hilfe seiner Hände gegen die Japaner antreten kann!
Diese haben unterdessen die Mine übernommen, die Chinesen müssen als Sklaven in dieser schuften..., und der Terror gegen die Bevölkerung verschärft sich!
Zwischen Lu Fu und Chu Lin auf der einen Seite, und Nagata und dessen japanischen Schergen auf der anderen, muss es zum blutigen, brutalen Show-Down auf Leben oder Tod kommen.....
Fazit:
Im Jahre 1973 konzipierten die Regisseure Chu-Got Ching-Wan und Yang Ching-Chen für ein kleines Label in Hongkong diesen knallharten, blutigen KungFu-Actioner..., der mir erst ab Minute 50 richtig gut gefallen konnte!
Ich hatte mir da insgesamt aber etwas mehr versprochen. Die beiden Shaw-Brothers-TopStars zu diesem Zeitpunkt, Shih Szu und Chin Han in diesem Streifen..., und als Villains Shut Chung-Tin und Yee Yuen! Das hätte ein noch viel besserer Eastern sein können, als dieser hier vorliegende Film!
In sehr düsterer Atmosphäre, in schäbiger Kulisse erzählt die Regie hier eine einfache, etwas unmotiviert zusammengeflickte Story..., die 50 Minuten lang kaum fesseln kann, und nur mit eher schwachen Fights gespickt wird (u.a. mit dem tumben Cheng Fu-Hung in einer Art Fell-Anzug, heijeh!).
Das Dubbing ist mau, die Choreographien müde..., die Story plätschert etwas dahin. Dann gewinnt die Sache endlich an Fahrt, die Fights an Drive und Härte, die Choreographien werden agiler, alles wird spannender und die Kamera geht endlich gut mit.
Das konnte denn für eher fade erste 50 Minuten entschädigen.
Auch die Darsteller werden hier stärker..., Chin Han kann endlich zeigen, was er kann..., und erst recht Shih Szu..., die Choreos sind dann mehr auf die beiden zugeschnitten, und dieser KungFu-Film wird endlich zum rassigen, knallharten Actioner..., na bitte!
Ich will hier niemanden das Bemühen absprechen..., die Regie wollte die Story bemüht aufbauen, die finanziellen Mittel waren wohl eher bescheiden, die Sets (tja, welche Sets eigentlich?) kostengünstig.
Doch unsere beiden Regisseure kriegen ja noch die Kurve..., überraschend eigentlich, dass noch ein richtig kerniger KungFu-Actioner entstehen konnte! Da glaubt man fast eine Stunde lang nicht mehr richtig dran.
Die Villains heben die Sache, und bringen die Dramatik rein. Yee Yuen ist als Villain außerhalb des Shaw -Kosmos immer eine erstere Wahl.
Auch Shut Chung-Tin fordert unsere Helden endlich richtig. Und die Schwert-Amazone Lee Wai ist nicht nur äußerst attraktiv..., die fightet mit dem Katana, dass es auch für einen echten Chanbara gereicht hätte!
Ab Minute 50, mit einen kernigen Fight auf dem Minen-Gelände..., dann mit einem starken Fight als Shih Szu Chin Han befreit..., dann ein Duell Shih Szu vs. Lee Wai, Frau gegen Frau hat ja oft seinen besonderen Reiz, so auch hier..., und schließlich ein langgezogener, brutaler, intensiv-blutiger Endfight unserer Helden gegen die japanischen Villains..., da wird dieser Eastern doch noch gelungen ins Ziel gebracht!
Hätte die Regie auch in den ersten 50 Minuten die Story straffer erzählt, und die Kämpfe so rassig gehalten, wie in den letzten ca. 40 Minuten..., wäre ein INSGESAMT starker, knallharter Eastern entstanden..., und mehr als 6,5/10 Punkte in meiner Bewertung für "Karate King" ("The Champion") heraus gesprungen....!