Ahoi Selbstjustiz! Nicht ein Mann zieht aus, um freigesprochene Kriminelle zu schlachten, sondern gleich eine ganze Killereinheit. Das spricht für viel Action, bei der echte SWAT Einheiten laut Abspann Kostproben ihrer Taktiken gegeben haben, das läßt die beiden Stars des B-Movies Counterforce - Tödliche Verschwörung, Robert Patrick und Michael Rooker, aber auch in recht kalter Atmosphäre ohne viel Tiefgang ihrer Arbeit nachgehen.
Regisseur Martin Kunert konnte sich in dieser Position bis dato nur bei Campfire Tales behaupten, Drehbuchautor Alan Schechter agierte zuvor bei Filmen wie American Karate Tiger und Double Dragon als Produzent, während Co-Schreiberling Rick Bloggs hier seine erste überhaupt verzeichnete Arbeit ablieferte.
Dafür wirkt Counterforce - Tödliche Verschwörung tatsächlich recht gut. Als Einstieg wird direkt eine Pornofarm gestürmt, was den Schmuddelfaktor leicht anhebt - wird nur leider nicht wiederholt. Dafür entschädigen gelungene, auf die technische Handhabung konzentrierte Scharfschützeneinsätze bis taktische Gruppenaktionen, die mit viel Dynamik die wenig dramaturgisch ausgespielte innere Bedrohung und Ermittlung der Polizei verschmerzen lassen, denn diese Profis scheinen aus den eigenen Reihen zu stammen.
Der Actionfan ist oftmals ein genügsamer Charakter, der sich über Abwechslung des Krach Bumms auf der Mattscheibe freut. Counterforce - Tödlich Bedrohung hat zwar nicht das Zeug zu einem Klassiker, aber gehört schon zu den gerner gesehenen Vertretern seiner Zunft. Also nicht verzagen, wenn der in der Glotze läuft, durchaus mal reinzappen.