Review

"Pompeii" ist sicherlich kein schlechter Film. Wer ihn sich ansieht, sollte allerdings weder Historizität, noch einen Film voller tiefer Charakter- und Spannungsbildung erwarten: Die Charaktere bleiben in ihren Schubladen stecken (der gestylte Held; die junge selbstbewusste Frau, die sich zum Sklaven hingezogen fühlt, etc.) und der Vulkan reißt minenartige Löcher in den Boden, von denen ich bei meinem Pompeii-Besuch nichts gesehen habe, von der riesigen Tsunamiwelle, die Schiffe durch die Straßen der Stadt (die in Wirklichkeit überhaupt nicht am Meer liegt, sondern ein paar Kilometer im Landesinneren) treibt mal abgesehen.

Was allerdings Spaß gemacht hat, waren die Kämpfe (die für einen FSK 12-Film relativ blutig waren und mich ein bisschen an "Gladiator" erinnert haben) und natürlich auch der Vulkanausbruch, von dem jeder Kinobesucher weiß, dass er kommen wird, die Frage ist nur, wann. Als der Vesuv dann endlich losgelegt hat, war es im Kino mucksmäuschenstill. 
Der Ausbruch in der CGI-Version sieht auch einigermaßen spektakulär aus und zerbombt die Stadt recht ansehnlich.

Fazit: Wer sich den Film ansehen möchte, der sollte sich im klaren darüber sein, dass er hier ein gutes Stück Popcornkino voller Klischees und Vorhersehbarkeiten, aber mit einer Menge Action und Zerstörungswut zu sehen bekommt. Mich hat der Kinobesuch unterhalten.

7 / 10 Punkten

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