POMPEII oder Ganz so schlimm ist er auch nicht!
Wer einen wirklich sehr guten Katastrophenfilm im historischen Gewand erwartet, wird am Ende der Endcredits enttäuscht sein!
Der Streifen will nicht mehr sein als er ist, nämlich triviale kurzweilige Popcorn-Unterhaltung und zwar gänzlich ohne Sinn und Verstand!
Es wurde so ziemlich alles verwurstet, was irgendwie Action bringt oder die Emotionen berührt. Dick – und zwar ziemlich dick – wurde aufgetragen: sowie bei den unrealistisch übertriebenen Kämpfen, bei der schmachtenden Liebesgeschichte und letztendlich bei dem computergenerierten Tricks, wenn der Vesuv zum Ende die Stadt in Schutt und Asche ballert.
Macht das einem 12-Jährigen im Körper eines fast 50-Jährigen noch Spaß? Ja, wenn er das dritte Bier geöffnet und das Radar auf Popcorn-Mainstream ohne Nährwert ausgerichtet hat.
Unterm Strich habe ich nichts anderes erwartet – und deswegen wurde ich halbwegs unterhalten.
Brutal-Lästerer sollten wissen, dass selbst Altmeister Sergio Leone mit dem Streifen DIE LETZTEN TAGE VON POMPEJI (1959), das durchaus interessante Thema ebenfalls gnadenlos gegen die Wand gefahren hat.
So befindet sich Andersons Neuverfilmung in bester Gesellschaft – auch eine Auszeichnung!