Review

Inhalt:

China in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts. 
Der KungFu-Fighter Ma Yuen Chen (Jimmy Wang Yu) hatte den Triaden des Gangster-Bosses Chao Chung Bei (Ma Kei), sowie dessen von ihm engagierten japanischen Komplizen einst einen blutigen Kampf geliefert..., und konnte schwer verletzt entkommen.
Von etlichen Äxten im Oberkörper getroffen, geblendet zudem..., gelang die Flucht. Doch wird Ma Yuen Chen seine Verletzungen mit der Zeit auskurieren können...!

Ihn treibt die Sorge um seine Schwester Ma Su Chen (Nancy Yen Nan-See) um..., die Gangster könnten sich an ihm rächen, und dabei auch seine Schwester nicht verschonen.
So entsendet er die ihm nahe stehende Chai Fung (Sally Chen Sha-Li) zu ihr, sie zu warnen.
Doch Chao Chung Bei weiß um die Schwester seines Feindes..., und will diese liquidiert sehen.
Chai Fung wird abgefangen..., und muss nun im "Paradise Club", dem Bordell der Gangster, arbeiten...!

Ma Su Chen indes, eine herausragende KungFu-Kämpferin, will selbst ihren Bruder erreichen, sie geht gar davon aus, dass dieser tot sein könnte, und will ggf. seinen Tod rächen.
Die japanischen Kollaborateure..., sie wollen den Tod ihres Kämpfers Miyaki (Yee Yuen), den Ma Yuen Chen einst in jenem damaligen Kampf zu verantworten hatte, gerächt sehen.
So ist deren oberster Kämpfer (Kong Nam) mit seinen Schergen Yamasaki (Tsai Hung) und Watanabe (Poon Chuen-Ling) längst vor Ort!

Ma Su Chen erreicht die Stadt, in der die Triaden herrschen, nach etlichen Kämpfen, bei denen sie Chao´s gefährlichsten chinesischen Fighter (Shan Mao) töten kann.
Chao versucht ihr eine Falle zu stellen. Und ein Anschlag Ma Su Chen´s auf Chao, bei dessen Geburtstagsfeier im "Paradise Club" bei der sie sich als Kellner einschleust, schlägt fehl! 
Nach hartem Kampf wird Ma Su Chen gefangen genommen.

Ma Yuen Chen hat seine Verletzungen auskuriert!
Und will mit den Gangstern und Chao Chung Bei endgültig abrechnen. 
Im Lagerhaus der Triaden kommt es zum harten, blutigen Show-Down zwischen den Gangstern und deren japanischen Komplizen auf der einen Seite, Ma Yuen Chen und seiner Schwester Ma Su Chen auf der anderen!

Ein intensiver Kampf auf Leben oder Tod entbrennt.....


Fazit:

Meine kleine Wang Yu-Retrospektive geht weiter.....

"Ma Su Chen" ist das Sequel des knallharten Wang Yu-Actioners "Furious slaughter" ("Wang Yu kennt kein Erbarmen", siehe mein Review auf dieser website), und entstand im selben Jahr, 1972, wie dieser.
Regie führte wieder Ting Shan-Hsi, für die Studios von "First Films" in Hongkong..., und auch dies ist ein eisenharter, kerniger KungFu-Actioner mit einer gediegenen Atmosphäre in klaren, hellen Bildern, einer sehr einfachen, flüssig und schnörkellos umgesetzten Storyline, blutig-intensiven Fights..., und welcher mir sogar noch etwas besser gefiel, als der Vorgänger-Streifen!

Das liegt an den feineren Nuancen, die Ting Shan-Hsi hier setzt, Wang Yu´s Figur ist hier ob seiner Verletzungen demütiger gezeichnet, eine Frau will ihn hier raushauen..., und die KungFu-Fights sind technisch ausgereifter und haben noch mehr Drive dadurch!
"Ma Su Chen" ist ein reiner KungFu-Actioner, kein künstlerisch-cineastisches Produkt, die Story soll lediglich die Motivation für viele, harte Kämpfe liefern..., und der Streifen versteht es, die Fans des Eastern-Genres in lediglich 75 Minuten Laufzeit durchaus passabel zu unterhalten.
Durch etliche Rückblenden, vor allem zu den Kampf-Aktionen mit Jimmy Wang Yu, wird denn der Bezug zum Vorgänger hergestellt, und zudem alles mit weiterer Action gewürzt. 
"Ma Su Chen" schließt direkt an "Furious slaughter" an..., wie aus einem Guss!

Die KungFu-Action steht natürlich klar im Vordergrund..., und dadurch, dass eine weibliche Figur hier fast mehr im Zentrum steht, als Wang Yu selbst, ist das Technische in den Aktionen ausgeprägter.
Das ist auch nötig..., denn Nancy Yen Nan-See kann nicht wie Wang Yu das alles mit auf Kraft beruhenden, brutalen Schlägen "lösen", sie muss technisch versierteres KungFu bieten. Und sie hat wohl auch eher einen kampftechnischen Hintergrund, als der Autodidakt Wang Yu..., die Tritte sind höher, die Sprungtritte akrobatischer, die Bewegungsabläufe feiner! 
Das hebt die Action-Sequenzen, die in "Furious slaughter" ruppiger rüber kamen!

Das Finale ist denn der Höhepunkt..., Wang Yu und Nancy Yen Nan-See fighten sich durch die Reihen der Feinde..., dabei quasi aufeinander zu, um sich gegenseitig Entsatz zu bieten.
So ist denn in den letzten 15 Minuten "Action total" angesagt..., und es wird richtig blutig, ein rasanter, dynamischer und intensiver Endfight voller Drive..., so soll das sein!

Nancy Yen Nan-See hat hier die weibliche Hauptrolle besetzt..., und es ist erst ihr 2. Film!
Im selben Jahr 1972 drehte sich auch noch den rassigen KungFu-Actioner "Triangular duel" (siehe mein Review auf dieser website)..., und startete gleich richtig furios ins Eastern-Genre!
Sie zeigt ein technisch gutes KungFu..., und ihre Figur steckt voller Selbstbehauptungswillen..., eine Amazone, kein Kind von Traurigkeit, und große Mimik ist denn auch nicht zu erwarten.

Wang Yu nimmt sich etwas zurück..., ist hier ob seiner Verletzungen, die er erst auskurieren muss, etwas demütiger gezeichnet.
Aber in den Rückblenden langt er zu..., und im Finale ist er die gewohnte Kampf-Sau, der knallharte Fighter, der auch -eigentlich tödliche- Verwundungen wegsteckt!
Jimmy, letz fetz!

Ma Kei ist wieder der feige Ober-Villain, der die Axt-Gang anführt und die Heldin in die Falle locken will, er agiert wieder solide in seinem Rollen-Bild.
Wichtigster Fighter der Villains ist jedoch Kong Nam, neu in diesem Sequel..., und vor allem im blutigen Finale gefordert.
Die Schergen sind eher physisch präsent..., so Shan Mao, Tsai Hung, Poon Chuen-Ling..., in den Rückblenden Lung Fei und Yee Yuen.

Es gibt nicht viel zu sagen..., zu diesem zackig-kurzen KungFu-Actioner.
Fans des Genres werden bedient..., und erleben Wang Yu und Nancy Yen Nan-See in einem routiniert-schnörkellosen Eastern mit etlichen knallharten KungFu-Fights und mit einem blutigen und rasanten Show-Down mit Drive.

Das reicht für 7/10 Punkte!

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