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Nobody, der junge gerissene Haudegen aus New Mexico, und sein bester Freund Lokomotive, ein Indianer, geben zusammen ein vortreffliches und treffsicheres Ganovengespann ab. Zur Abwechslung haben sie sich vorgenommen, den betrügerischen Fortkommandanten Major Cabot zur Strecke zu bringen, der 300.000 Dollar an Regierungsgeldern unterschlagen haben soll, die eigentlich als Unterhaltsbeihilfe für die Indianer gedacht waren. Damit das nicht auffällt, lässt er mal eben den kompletten Stamm ausrotten, für den das Geld bestimmt war. Aber da hat er die Rechnung ohne Nobody und Lokomotive gemacht.

Auch wenn Nobody ist der Größte nicht mal die offizielle Fortsetzung ist, schlägt sie doch eindeutig in dieselbe Kerbe. Auf große Unterstützung, wie vorher Henry Fonda, muß er allerdings verzichten, dafür schleppt er jetzt einen leicht trotteligen Kumpel mit über die Prärie, der zwar auch seine witzigen Momente hat, aber letzlich doch nur ein einfacher Sidekick ist.
Ansonsten gibts das bekannte Schema, Nobody sorgt für spaßige Westernunterhaltung, sein Colt springt schonmal allein aus dem Halfter und schießt jemand die Waffe aus der Hand, kennt man von Terrence Hill ja schon alles. Der smarte Revolverheld hat dabei immer einen cleveren Plan an der Hand um beispielsweise aus dem Knast auszubrechen oder wie hier dem betrügerischen Militärmajor die 300.000 Öcken aus der Tasche zu ziehen, um sie an die Indianer zurück zu verteilen (ja, unser Held ist ein Guter durch und durch).
Die deutsche Scherz-Synchro (kennt man ja aus allen Spencer/Hill Klamotten) sorgt auch für Laune, auch wenn der Film selbst schonmal ein oder zwei Längen einbaut. Als Western Parodie auf die üblichen Spaghetti-Pferdeballaden gefällt der Vorgänger zwar besser, aber auch die Variante kann entertainen, zumal hier als kleine Einlage ein echt spaßiger Gastauftritt von Klaus Kinski noch enthalten ist.
7/10

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