Nach gar kein negatives Review? Dann wirds aber mal Zeit...
Nachdem mir "Das Leben des Brian" durchaus zugesagt hatte, ging ich vor kurzem frohen Mutes zu einem weitern Monty Python-Filmabend mit Freunden. Ergebnis: Ein 100 Minuten andauerndes Wechelbad aus Langeweile und Frustration. Was war passiert? Handelte es sich tatsächlich´um die selbe Komikertruppe, die mich mit ihrer Bibelparodie zuvor so erheitert hat?
Kaum ein Gag traf sein Ziel, sowohl über das ständige alberene Rumgehampel mit den imaginären Pferden und den Kokosnüssen (deren Klappern mir schon nach 2 Min. gewaltig auf den Sack ging) konnte ich ich ebensowenig lachen, wie über die Passage mit dem schwarzen Ritter, der nach und nach alle Gliedmaßen abhackt gekommt, doch tapfer weiter kämpft ("Ist nur ein Kratzer!"), das selbe gilt für die meisten übrigen Gags. Den Vogel schießt jedoch wohl das wirklich grenzenlos alberne Ende ab, im dem Arthur und seine Gefolgschaft verhaftet werden, und dann gleich der Abspann folgt.....
Zur Verteidigung des Film muss ich jedoch auch sagen, dass er zumindest zum Teil Opfer seiner deutschen Synchro geworden ist, finden sich doch reichlich völlig sinnfreie und dämliche Passagen ("Ich hab das heilige Loch gesehen!"), die eindeutig auf eine einfallslose Synchronisation hinweisen, oder auch auf unübersetzbaren Wortwitz. Es war mir jedoch bisher noch nicht vergönnt, mir den Film auf Englisch zu Gemüte zu führen, daher gibts (noch) keine Aufwertung.
Bei Monthy Python scheiden sich sowieso oft die Geister - Entweder man liebt sie, oder man hasst sie. Also, speziell in diesem Film hasse ich sie, denn hier haben sie es hauptsächlich verstanden, mein Nervenkostüm abzufackeln. Dass es genug Leute gibt, die das lustig finden, zeigen die übrigen Reviews, jedoch muss man auch kein schlechtes Gewissen haben, wenn einem dieses (meiner Meinung nach) müde Spektakel keinen Lacher abringt.
Fazit: Alberne Verkettung mäßiger Kalauer, zusätzlich belastet durch die deutsche Synchro. Hier müssen Monthy Python-Fans ans Werk.