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Wenn im Showdown nicht der Kronleuchter so spektakulär zu Bruch ginge, bliebe dem Zuschauer schleierhaft, warum der spannend gemachte Film in Deutschland unter dem Banaltitel "Mr. Moto und der Kronleuchter" publiziert werden mußte, statt ihn näher am Originaltitel angelehnt mit "Mysteriöser Mr. Moto" oder "Der geheimnisvolle Mr. Moto" inhaltlich treffender zu betiteln.

Peter Lorre stellt sein schauspielerisches Talent hier erneut unter Beweis und verkörpert überzeugend die verschiedenen Facetten der Filmfigur in den verschiedenen Rollen, die sie in dem wieder handwerklich sauber und gut inszenierten Film zu spielen hat.
Eine durchweg gelungene Spionage / Infiltrations- oder Under-Cover-Story mit auch hier wieder gelegentlichen zeithistorischen Blitzlichtern wie dem satirischen Auftritt Lorres als alter Künstler auf der Vernissage, der mit abstrakter Kunst nix anzufangen weiß. Ein gekonnter Seitenhieb auf den seinerzeitigen Umgang der Nazis mit "entarteter Kunst".

Insgesamt eine gelungene Fortsetzung der Reihe um den von einem Ungarn gespielten japanischen "schwarz.-weiß-James-Bond", den wohl auch der Master of Suspense Hitchcock kaum mit mehr Thrill hätte ausstatten können.

Klare Guck-Empfehlung auch für die Bonus-Doku auf der DVD.

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