Review

Es dauerte vier Jahre, bis man James Whale endlich davon überzeugen konnte, einen Nachfolger von Frankenstein zu drehen. Und was Whale dann ablieferte, kann man nur noch als geniales Meisterwerk beschreiben, was seinen Vorgänger noch übertrifft.


Der Film beginnt mit einem Prolog mit Mary Shelly (Elsa Lanchester), die ihrem Verlobten und Freunden die weitere Geschichte des Monsters erzählt.
Nach dem Brand in der Mühle, ist das Monster (Boris Karloff) nicht tot, sondern läuft weiter durch eine Welt, die ihm nur Missgunst und Verachtung entgegenbringt. Es dauert auch nicht lange, bis der Mob der Bürger das Monster fängt und es einsperrt.
Zur gleichen Zeit wird Baron Frankenstein (Colin Clive) von dem seltsamen Dr. Pretorius (Ernest Thesiger) besucht. Dieser arbeitet ebenfalls daran, einen Menschen zu erschaffen. Nur kam Pretorius nie so weit wie Frankenstein. Nach einigem hin und her willigt Frankenstein ein, Pretorius zu helfen. Zu der Zeit ist das Monster schon wieder unterwegs...


Es wäre unfair, die Inhaltsangabe deutlicher zu schreiben. Man muss es einfach gesehen haben, die ganze Geschichte um das Frankenstein-Monster.
Wieder hat James Whale, der diesmal absolut freie Hand hatte, einen Film abgeliefert, welcher in jeder Art und Weise nur noch als genial bezeichnet sein kann. Seien es die Darsteller, die Bauten, die Kamera, die Musik, alles ist hier perfekt.
Frankenstein wird wieder von Colin Clive gespielt, so gut wie in Teil 1. Leider konnte man Clive danach in keine weiteren Filme bewundern. Aufgrund von starken Depressionen und einem hohen Alkoholkonsum starb Clive nur zwei Jahre nach Frankensteins Braut.
Natürlich war auch Boris Karloff dabei. Vier Jahre nach Frankenstein war Karloff ein Star. Und „sein Monster“ spielte Karloff überragender denn je. Nicht nur Gestik und Mimik stimmten, nein, diesmal durfte das Monster sogar lernen und sprechen. Man muss Karloffs Leistung einfach selber sehen.
Ernest Thesiger spielt den bösen, aber doch humorvollen Dr. Pretorius. Dabei erinnert das Gespann Frankenstein/Pretorius an Faust und Mephisto aus Goethes Faust.
Elsa Lanchester sieht man in der Rolle der Mary Shelly und als webliches Monster, nur halt ganz anders als Karloff.

Frankensteins Braut enthält so viele geniale Szenen und Verzweigungen, die man hier alle gar nicht aufzählen kann. Man muss sich beide Filme einfach anschauen und genießen!
Was Peter Cushing in der Rolle es Baron Frankensteins war, war Karloff in der Rolle des Monsters. Es gab keine Besseren.


Fazit: Noch größer, noch besser als Teil 1. Frankensteins Braut ist der ganz seltene Fall, wo der Nachfolger eines schon überragenden Films noch besser ist als das Original.

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