Die Mutter aller Tierhorror Filme - ein Terror Film sondergleichen.
Nun - Alfred Hitchcock schuf mit "Die Vögel" einen Horror Film, der damals die Welt erschreckte. Wie konnten nur "harmlose" Vögel Menschen (und gerade Kinder) attackieren...
Nun - zur Story: Melanie Daniels möchte gerade einen Vogel in einer Tierhandlung kaufen, da wird sie von dem Anwalt Mitch Brenner (der weiß wer sie ist) angesprochen. Er bringt sie in eine peinliche Situation, da Melanie oft auf Kosten anderer Scherze macht (ohne Verluste!) - Nun, Melanie will da nicht zurückstehen und kauft Mitchs Schwester Cathy zum Geburtstag Sperlingspapageien und bringt diese nach Bodega Bay, wo die Brenners wohnen.
Dort wird Melanie zunächst nur von einer Seemöwe attackiert. Doch im Laufe des Wochenendes häufen sich die Angriffe der Vögel - sie attackieren Kinder und Erwachsene. Bals herrscht Ausnahmezustand...
Langsam baut Hitchcock die Geschichte auf. Zunächst lernen wir Melanie und Mitch kennen. Melanie ist die Tochter eines reichen Zeitungsverlegers und hat nur "Unsinn" im Kopf. Die begegnung mit dem Anwalt macht sie wütend, so dass sie ihm nach Bodega Bay hinterherfährt.
Dieses kleine Städtchen, wo jeder jeden kennt, ist eine Idylle, die durch die Angriffe der Vögel langsam demoniert wird. Nichts und niemand ist sicher. Der Unglaube der Menschen tut ein übriges dazu, daß die Vögel ihre Attacken unerwartet ausführen können.
Der Angriff auf die Kinder bei der Geburtstagsfeier und nach dem Schulunterricht lassen einem das Blut in den Ader gerfrieren - die Angriffe sind kurz inszeniert und daher sehr wirkungsvoll. Hitchcocks Tricks sind anno 1963 einfach aber wirkungsvoll eingesetzt. (Zum Teil sind die Vögel einfach über das Bild kopiert) - Der Sound tut ein übriges - denn die Vögel kommt ohne Musik aus. Hitchcock wollte eine realistische Atmopshäre schaffen. Die elektronischen Vogelsounds sind nervenzerreissend und lassen beim Zuschauer einen Zustand von Nervosität entstehen.
Der Finale Angriff auf Bodega Bay und der klaustrophobische Schluss im Haus der Brenners sind Terror Kino pur. Die Menschen haben ihre Vorherrschafft verloren und die letzte Einstellung des Filmes ist die reine Apokalypse. Hitchcock hatte sich auch prompt geweigert das wort "Ende" in den Film aufzunehmen - denn ähnlich wie in "Zombie" oder anderen "Endzeitfilmen" gibt es keine Auflösung oder eine Erklärung der Ursachen - warum und wie es ausgeht.
Schauspielerisch und Iniziatorische ist "Die Vögel" ein absolutes Highlight. Die Nuancen zwischen Mitch und Melanie, Melanie und Lydia und auch zwischen Annie und Melanie sind offensichtlich - bleiben aber unausgesprochen: Annie liebt immer noch Mitch, überläßt Melanie doch den Vortritt - die Distanz der Mutter zu Melanie baut sich während des Filmes ab und geht sich am Ende sogar um.
Auch die vielen kleinen Details in der Inszenierung sind nicht immer auf den ersten Blick erkennbar (z.Beispiel wenn Lydia vor dem Mord an dem Bauern zur Farm kommt , ist kein Staub in der Totale zu sehen, nach dem Endtecken der schrecklich entstellten Leiche - verläßt Lydia in Panik die Farm und steigt ins Auto. Um die Panik zu unterstreichen, wirbelt beim Wegfahren der Straßenstaub auf....)
Ach ja - die junge Veronica Cartwright (aus "Alien" und "Hexen von Eastwick") ist in "Die Vögel" als Cathy zu sehen...
Fazit: Existenziell wichtiges Stück Kino für alle Cinaeasten und Horror Fans. Emotional wie atmophärische bis heute unerreicht und besser als viele seelenlose Computer FX - Shocker der Neuzeit...