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Luc Besson ist ohne Frage die Nummer 1 in Frankreich wenn es darum geht originelle Actionkost zu produzieren, immerhin gehen Streifen wie „Leon – Der Profi“ und „Nikita“ auf sein Konto. Mit „The Transporter“ ist ihm dieses Mal vielleicht nicht der originellste Beitrag gelungen, dafür aber einer mit viel Action, klasse Fights und einem coolem Jason Statham.


Die Geschichte des Films lässt sich fast allein auf Jason Statham (Final Call, Italian Job) reduzieren. Dieser spielt den wenig redseligen Kurierfahrer Frank Martin, ein ehemaliger Soldat der sich nun seine Brötchen mit dem liefern heißer Päckchen verdient. Frank Martin nimmt seinen Job sehr genau, aus diesem Grund hat er 3 Regeln aufgestellt: Regel Nr.1 – Stelle keine Fragen!, Regel Nr.2 – keine Namen! und Regel Nr.3 – Öffne niemals das Paket! Während eines Transports begeht Martin ein folgenschweren Fehler, er öffnet ein Paket und verstößt gegen seine Grundsätze. Nun hat er nicht nur eine junge Chinesin am Hals, eine Bande Menschenhändler trachtet ebenfalls nach seinem Leben...

Was „The Transporter“ vom üblichen Action-Einerlei abhebt ist in erster Linie ein souverän spielender Jason Statham. Der war zwar auch früher schon im Actiongenre zu Hause, das er aber auch sehr brauchbare Martial Arts abliefern kann war mir neu. Unter der Choreographie von Corey Yuen läuft Statham zur Höchstform auf und zeigt das er durchaus Talent besitzt furiose Fights umzusetzen. Im Gegensatz zu bekannten Gesichtern wie Vin Diesel ist Statham viel ruhiger, bleibt aber trotzdem cool wie ein Eisblock auch ohne markige Sprüche. Technisch hat er obendrein mehr auf dem Kasten als pure hau drauf Action, dies erinnert streckenweise gar an fernöstliche Produktionen.

Um die Sache etwas abzurunden darf natürlich auch der französische Witz nicht fehlen. Wie auch in den „Taxi“-Filmen gibt es einen oberklugen Polizeikommissar, die Verfolgungsjagden erinnern obendrein auch an jene erfolgreiche Reihe. Mit der Logik nimmt man es auch nicht allzu genau: Das Martin einfach durch eine Windschutzscheibe getreten wird oder ohne Probleme auf einen fahrenden Truck mit dem Fallschirm landet, sind einige dieser etwas realitätsfernen Momente. Das alles trübt den Spaß aber kaum, man sollte nur das Gehirn vorher ausschalten, dann ist der Unterhaltungswert umso höher.

Fazit:
Gelungener Actioner aus Frankreich der in erster Linie Wert auf gute Unterhaltung legt. Jason Statham geht vollends auf in seiner Rolle als cooler Kurierfahrer und darf hoffentlich auch in Zukunft sein Talent wieder unter Beweis stellen, eine Fortsetzung gibt es ja schon. Die etwas ausgelutschte Story und die blassen Nebendarsteller stören dabei nur am Rande, ansonsten heißt es: Hirn aus, anschnallen und Spaß haben!

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