Review

Luc Besson schickt nach "Kiss of the Dragon" wieder einen kampfsporterprobten Einzelkämpfer durch die französischen Lande.
Diesmal allerdings ist es nicht Jet Li, sondern der Brite Jason Statham, der bisher eigentlich nicht als Fighter in Aktion getreten ist.
Dafür macht er seine Sache aber verdammt gut.

Aber kommen wir zum roten Faden:
Statham spielt den Titelgebenden "Transporter", einen Mann für alle Fälle.
Er übernimmt so ziemlich jeden Auftrag und handelt nach eisernen Regeln.
Eine davon leutet: "Öffne niemals das Paket" Diese Regel verletzt er allerdings, und zum Vorschein kommt die Tochter eines asiatischen Verbrechers, der sein Töchterchen allerdings nicht mehr sonderlich lieb hat.
Abliefern tut er sie trotzdem, aber leider findet der Gangster Wall Street (Matt Schulze "The Fast and the Furious, "Blade2") es nicht gerade vertragskonform, das das Paket offen war, und versucht, den "Transporter" (der Charaktername Frank ist mir zu lasch) via Autobombe in die Luft zu sprengen, was natürlich mißlingt.
Frank (!) will sich rächen und klaut Wall Street seinen Mercedes, nachdem er ein paar seiner Männer verprügelt und erschossen hat. Im Mercedes sitzt aber zufällig das "Paket"....
Der Rest ist noch weniger Story, aber dafür umso bessere Action.

Und diese lebt von dem stets coolen Jason Statham, der eindeutig das Zeug dazu hat, ein neuer Actionstar zu werden (was wohl wegen der nicht gerade berauschenden Einspielergebnissen nicht so ganz gelingen wird)
Statham überzeugt hier durch Präsenz, nicht durch Schauspielkunst, und gibt den ehrenhaften Macho, nicht den lauten Rüpel wie Vin Diesel in "XXX".

Beeindruckend sind auch seine Martial-ArtsFähigkeiten, zumal er für den Film nur dazu-, aber nicht neu gelernt hat, denn er war vorher schon begeisterter Kampfsportler. Warum er dann in "The One" nicht kämpfen durfte ist mir ein Rätsel. Zumindest optisch wäre da wohl interessantes herausgekommen (klar hätte Li gewonnen, aber darum geht es jetzt nicht).
Dass die Fights state-of-the-art sind, dafür bürgt der Name Corey Yuen. Der langjährige Choreograph von Jet Li führte hier auch Regie, aber sein Talent liegt eindeutig im inszenieren von Kampfszenen. ( der Öl-Fight gehört mit kuriosesten, was es in diesem Bereich zu sehen gibt.)
Aber auch in anderen Bereichen überzeugt er. Die Einführungsverfolgung ist hervorragend, wenn auch stellenweise sehr unrealistisch, aber das stört nicht, sondern sorgt für Abwechslung. Vergleiche mit Ronin dürfen gezogen werden!

Bei der ganzen Action bleibt die Story auf der Strecke, die Charaktere nur Schablonen, die restlichen Darsteller nur Routine. Sie sind gut oder böse, überleben oder sterben...
Mitfühlen können sie woanders!!

Da der Film nicht sonderlich lange geht, langweilt er nie, unterhält einfach prächtig, ohne vorzugeben, etwas besonderes zu sein.
Abschließend bleibt mir nur zu sagen:
Gebt Jason mehr Hauptrollen!

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