"Transporter" ist für mich mittlerweile filmisches Sinnbild von Luc Besson, der sich zu großen Teilen als Produzent und/oder Drehbuchautor von krawalligen Actionfilmen hervortut, nachdem er zu Beginn seiner Karriere mit "Im Rausch der Tiefe" und "Léon-Der Profi" faszinierende Filmepen geschaffen hat. "The Transporter" ist neben "Kiss of the Dragon" und "96 Hours" der beste Film aus dieser Schaffenszeit.
Die Story: Transporter Frank Martin (Jason Statham) erledigt Transportjobs nach festgeschriebenen Regeln. Eine davon ist es, niemals in die Lieferung zu schauen. Doch als sich die Transportware bewegt, öffnet Martin diese und Lai (Qi Shu) schaut heraus. Sie erzählt dem Transporter etwas von Menschenhandel, in den auch der Auftraggeber Wall Street (Matt Schulze) verwickelt ist.
Die Story hat man sich wahrscheinlich in einer Nacht ausgedacht, denn die ist so dünn, dass sie auf ein Blatt Papier passt. Das ist nicht weiter schlimm, schließlich steht die Action im Vordergrund. Leider sind auch die Charaktere ziemlich dünn geraten, auch wenn man sich für Martin und den französischen Polizisten Tarconi (François Berléand) etwas Zeit einplant. Aber gerade der Fiesling in der Geschichte, Wall Street, bleibt unspektakulär und darum einigermaßen blass.
Die Autostunts und Kämpfe in "Transporter" gehören zur ersten Klasse des Actiongenres. Jason Statham muss nicht viel schauspielern, aber in den Stunts macht er stets eine gute Figur. Dazu kommt, dass mit schnellen Schnitten und entsprechender Musik ordentlich Tempo erzeugt wird, so dass die Kampfszenen auch beim zwanzigsten Mal Anschauen noch Spaß machen. Hongkong-Meister Cory Yuen hatte bei den Kämpfen das Sagen.
Die Liebesgeschichte wirkt ein wenig aufgesetzt, nimmt dem Film aber zumindest nicht das Tempo, denn das ist mehr als ordentlich vorhanden. Über Logik und Sinn des ganzen sollte man lieber keinen Gedanken verschwenden, was zählt ist nun mal die Action und diese kann ganz überzeugen. "Transporter" ist Actionkrawall in Edeloptik. Mehr will der Film auch gar nicht sein.