Luc Besson ist ein absoluter Actionjunkie. Das hat er mit seinen Drehbüchern und Produktion bei Taxi, Taxi Taxi, Kiss of the Dragon und ähnlichen Streifen gezeigt. Und auch mit "The Transporter" hat er wieder einen Actionstreifen vom Feinsten vorgelegt, der wohl nicht nur Hollywood neidisch nach Frankreich schielen lässt.
Die Story ist schnell erzählt:
Frank (Jason Statham), Britischer Ex Elitesoldat, lebt bei Nizza und arbeitet als Transporter. Das heißt er übernimmt die unterschiedlichsten Fahrten für Gangster, vom Fluchtwagenfahren bis hin zu vermeintlich einfachen Transporten. Als er beauftragt wird ein recht großes Paket zu transportieren, das sich zudem auch noch bewegt verstößt er gegen seine eigene Regel, und schaut nach was er da in seinem heißgeliebten BMW transportiert. Es ist die überaus attraktive Chinesin Lai ( Qui Shu ). Damit beginnen für Frank eine Menge Probleme, denn wenig später hat er nicht nur Ärger mit einem Menschenschmuggler Ring, sondern muss auch noch zusehen wie sich sein BMW dank einer Explosion in seine Einzelteile zerlegt. Das ist genug für Frank und er beginnt sich zur Wehr zur setzen....
Der Film ist eine einzige Nonstop-Achterbahnfahrt. Dem Zuschauer wird nicht der Hauch einer Chance gelassen um mal durchzuschnaufen. Atemberaubende Verfolgungsjagden durch die verwinkelte Innenstadt von Nizza wechseln sich mit ebenso atemberaubenden Kampfszenen ab, die eins zeigen: Jason Statham ist wohl DER neue europäische Actiongott! Wer hätte dem Typen mit dem, ich nenn es mal Charakterkopf, nach seinen Rollen in "Snatch" und "Bube, Dame, König , Gras" zugetraut, das er im feinsten Kampfsportstil die Gegner gleich Reihenweise wegprügelt. Überhaupt sind die Kampfszenen perfekt Choreographiert und wissen durch Einfallsreichtum und einen doch nicht zu verachtenden Härtegrad zu gefallen. Insbesondere der Kampf gegen eine Übermacht von Gegner in einer gigantischen Ölpfütze war so wohl noch nie zusehen.
Der Film bewegt sich zwar die ganze Zeit auf einem ähnlich hohen Realitätslevel wie das Taxi Filme, aber das erhöht den Spaß beim Zuschauer nur noch. Die Hochglanzoptik und die teilweise sehr schön ausgefallene Kameraperspektiven tun ein Übriges dazu, um den Film zu dem zu machen was er sein möchte: perfekte Actionunterhaltung.
Natürlich ist die Story hier eher nebensächlich, sie bietet aber doch einen guten Vorwand für die Actionszenen. Die Darsteller, allen voran natürlich Jason Statham hatten offenbar sichtlich Spaß an dem Film und überzeugen durchweg.
Fazit:
Der ideale Film für einen Abend in geselliger Runde, der nicht wirklich viel Anspruch hat, aber mit atemberaubenden Actionszenen zeigt das man nicht nur in Hollywood und Asien weiss wie man es krachen lässt. Deshalb 8 von 10 Punkten.