Review

Wir basteln uns einen neuen Actionstar a la Bruce Willis!
Der dreht ja auch nur noch Massenkonfektion, deswegen muß ein frisches Gesicht her. In Jason Statham scheinen wir es gefunden zu haben, denn der vereint Härte und Sympathie (und nicht zu unterschätzen, Intelligenz!) in seinen Zügen und muß jetzt nur noch das richtige Drehbuch bekommen, um unser neuer charmanter Haudraufliebling zu werden.

Der von Luc Besson produzierte „The Transporter“ ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, denn schnörkellose Actionware, die sich an wortkarge Helden wie „Leon“ anlehnt, ist immer gern gesehen. Statham schlüpft in die satzarme Rolle des „Transporters“, der als Fahrer jede Menge illegale Aufträge ausführt und nach drei simplen Regeln lebt.
Das funktioniert natürlich nur soweit, bis er eine der Regeln bricht und alsbald reichlich Schwierigkeiten bekommt, denn auf ihn wird ein Anschlag verübt und sein „Paket“, eine junge Asiatin hängt sich bei ihm ein.

Der Rest des Films besteht aus den handelsüblichen Anschlägen, Verfolgungen, Prügeleien und Schießereien, wobei möglichst kreativ vorgegangen wird, denn der Transporter tötet nur im Notfall, geht kampfsporttechnisch raffiniert in den In-Fight und nützt seine Möglichkeiten auf ausgefallene Weise, wenn wenig Raum vorhanden oder eine Übermacht präsent ist.

Drehen tut sich alles um illegalen Einwandererschmuggel aus dem fernen Osten, aber das ist eh nur Blaupause und das Ende kommt dann auch recht schnell und in normaler Größe, wenig übersteigert. Statham schneidet jedenfalls gut ab, aber es fehlt an einem Topdrehbuch und mehr ausformuliertem Humor, um mehr als eine achtbare Leistung abzuliefern.

Der Wermutstropfen in dieser Produktion ist die wahrhaft grauenhafte Musikausstattung, für die zwei DJ’s irgendeinen modernen Murks zusammengemischt haben, der unglaublicherweise nicht einmal zu den gezeigten Szenen paßt, was die Stimmung betrifft.
Wie wichtig ein passender Sound für die Atmo ist, zeigt sich hier wieder mal ganz deutlich.
Insgesamt ein „befriedigend“ für das Gesamtwerk, daß allerdings eine Kinoauswertung wahrhaftig kaum verdient. (6/10)

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