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Julianne Moore ersetzt Jodie Foster in der Rolle der FBI-Agentin Clarice Starling. Dem Film gelingt es, schöne Bezüge und Querverweise zu "Das Schweigen der Lämmer", z. B. in Form von Audiomitschnitten von Gesprächen zwischen Clarice Starling und Hannibal Lecter, herzustellen. Zwar erreicht "Hannibal" nicht die Klasse von "Das Schweigen der Lämmer" doch es handelt sich dennoch um eine spannende Fortsetzung, die intelligente und kurzweilige Unterhaltung bietet. Das Grauen spielt sich nun aber nicht mehr ausschließlich im Kopf des Zuschauers ab, sondern es gibt auch eine ganze Reihe von Szenen mit expliziter Gewaltdarstellung. Zu nennen sind hier beispielsweise die Szene, in der sich die Schweine über die lebenden menschlichen Körper hermachen oder die Erhängung eines Menschen, der aber zuvor so am Bauch aufgeschlitzt wird, dass die Eingeweide aus seinem Körper herausbaumeln. Getoppt wird das Ganze aber dann noch von der Enthauptung bei vollem Bewusstsein gegen Ende des Films. Das Finale ist in dieser Hinsicht wirklich intensiv, wobei man dennoch resümieren muss, dass der dezente Schrecken im Vorgänger eine mindestens ebenso schockierende Wirkung erzeugte. - Spannende Fortsetzung um den Kannibalen Hannibal Lecter, die intensiv und brutal, aber etwas weniger subtil unterhält.

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