kurz angerissen*
Formal durchaus beeindruckender Independent-Film mit bedacht eingesetzten, sehr überzeugenden Spezialeffekten. William Eubank gelingt es, einen Mikrokosmos zum Leben zu erwecken und völlig von der Außenwelt zu isolieren, noch bevor überhaupt ein Kontakt der 3. Art entsteht. Die Auflösung allerdings ist eine exakte Imitation der Meta-Pointen, wie sie so vielen Episoden der „Twilight Zone“ zu eigen ist; mehr noch, sie stellt auch die gleiche moralische Naivität unter Beweis. Das hat den Nachteil, dass dieser Spielfilm den Nährwert einer einzelnen Episode der nunmehr über 50 Jahre alten Mystery-Serie nicht übersteigt, in anderen Worten: Das Gleiche hätte man mit nicht weniger Intensität bereits vor 50 Jahren in der Hälfte der Spielzeit erzählen können. Und doch ist man froh, endlich mal wieder etwas zu sehen, das sich so unbeeindruckt von den Ereignissen zeigt, die gerade im Weltgeschehen eine Rolle spielen, etwas, das sich nicht um Aktualität scheren muss, weil es immer funktioniert – wie ein autonomer Schaltkreis, der auch dann noch funktioniert, wenn das große Netzwerk einen Systemabsturz erleidet.
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