Angela ist wieder zurück, nur diesmal ist sie keine Camperin, sondern zur Aufsichtsperson im Camp Rolling Hills geworden. Autoritäre Erziehung wird bei ihr groß geschrieben und so schickt sie jeden Teenager, der nicht spurt, nach Hause. Das zumindest erzählt sie allen, die Wahrheit sieht etwas anders aus.
Nach dem gelungenen ersten Teil der Reihe verkommt dieser zweite Teil zu einem reinen Sprössling der "Freitag der 13."-Endlosserie. Die platte Story dient nur einem Zweck, nämlich Angelas Morde an den unartigen Teenagern zu verbinden. So gibt es außer zwischen den klischeehaften Charakteren Eifersücht- und Liebeleien wenig interessantes. Nur die Idee mit den Trophäen (in Form von Nacktfotos der weiblichen Mitcamperinnen) jagenden Kindern hat mich unterhalten, wobei man das aber bereits aus anderen Filmen kennt.
Schauspielerisch kann keiner der Darsteller glänzen, aber das erwartet wohl auch niemand bei diesem Werk. Lediglich Pamela Springsteen, die Tochter vom Boss, dürfte einem als Aushängeschild im Gedächtnis bleiben, wobei ja bekanntlich die Einäugige Königin unter den blinden Campern ist.
Wahren Ideenreichtum beweißt der Film lediglich in den Mord(s)szenen. So werden Zungen entfernt, Mädels gegrillt oder einfach mal in der Toilette runtergespült, naja, eigentlich ist es eher ein Plumpsklo und als Spülung dient ein Stück Holz, mit welchem eine Göre hinuntergedrückt wird. Diese Szenen sind niemals ernst gemeint, sondern immer mit einem Augenzwinkern inszeniert. So lässt Angela meist ihre Opfer mit einem kessen Spruch auf den Lippen über die Klinge springen oder wählt in einer spaßigen Szene für ein Opfer das passende Mordwerkzeug. Als besonderes Schmankerl entscheidet sie in einer Szene das Duell mit Freddy und Jason für sich, womit wir wieder bei den offensichtlichen Vorbildern für diesen Film wären.
Das dies nicht dafür reicht, um einen durchgängig unterhaltsamen Streifen zu bescheren, dürfte klar sein, denn wenn man beispielsweise die 13ten Freitage kennt, wird einem hier eindeutig zu wenig geboten. So hat sich bei mir trotz der äußerst kurzen Laufzeit von etwas über 70 Minuten des Öfteren das Gefühl der Langweile eingeschlichen und gerade gegen Ende wurden die Blicke auf die Uhr immer häufiger.
Insgesamt ist der Film kein kompletter Griff ins Plumpsklo, aber das Rad erfindet dieser Slasher auch nicht neu. Lieber noch mal den ersten Teil anschauen.