Review

Jaja, wieder einer dieser 80er-Jahre Slasher, die sich mit ,,Halloween" und ,,Freitag, der 13." messen und auf deren Erfolgswelle mitreiten wollten. Aber immerhin sind die Filme über die metzelnde Angela zumindest in den USA nicht unbekannt, in Deutschland ist sie aber leider nicht so bekannt. ,,Sleepaway Camp 2" orientiert sich in erster Linie stark an ,,Freitag, der 13.". Das sieht man schon allein daran, dass der Film die ganze Zeit über in einem Camp in einem Wald spielt. Nur der See fehlt hier, aber dafür gibt´s nen prima Swimming Pool ;-). Angela hat es geschafft, als ,,Erzieherin" in diesem Camp zu arbeiten und hinter dieser Fassade ahnt niemand, dass sie grausamst jeden umbringt, der ihr vors Messer kommt. Ein Motiv braucht man heutzutage nicht, um ein Massaker anzurichten (,,Ich finde es sowieso viel gruseliger, wenn kein Motiv da ist", wie schon unser netter Billy uns das in ,,Scream" verkündet hat). Und nach diesem Motto bekommen wir Leichen im Minutentakt serviert. Da der Film sowieso nur 75 Minuten dauert, ist er viel zu schnell zu Ende. Aber genügend Tote hat man dennoch gesehen. Splattermäßig wird hier leider schon etwas auf die Bremse getreten, es sind jetzt keine härteren Sachen vorhanden, doch dafür entschädigt die Quantität. Es werden Menschen lebendig verbrannt, Zungen rausgeschnitten, Kehlen aufgeschlitzt, Batteriesäure in Gesichter geschüttet und vieles mehr. An Innovationen mangelt es hier also nicht. Was noch einen besonderen Reiz hat, ist dass man auf andere Horrorfilme angespielt hat. So laufen einmal zwei Typen herum, einer eine Freddy Krueger Maske auf und den dazugehörigen Klingenhandschuh in der Hand und der andere eine Jasonmaske vorm Gesicht und die entsprechende Hand in seiner Hand. In dieser Aufmachung wollen sie die arme Angela (!) erschrecken, doch die kreuzt zufällig die Wege der Scherzkekse und meuchelt sie nach ihren Vorbildern ab.
T.C., einer der Campleiter verkündet eines morgens, dass seine Autobatterie fehle. Und wen würde er am wenigsten verdächtigen? Die liebe Angela natürlich, die übrigens überhaupt nicht wie eine Killerin aussieht, sondern eher wie eine zierliche ,,echte" Campaufseherin, die perfekt in die Rolle passen würde, um als Hauptdarstellerin am Schluss den Killer zur Strecke zu bringen. Doch am Schluss schüttet sie dann dem armen T.C. die Batteriesäure seiner eigenen Autobatterie ins Gesicht mit dem Kommentar:,,Ich wusste doch, dass sie für etwas gut sein würde" Fast nach jedem Mord hat sie einen makabren Spruch auf Lager (auf Camplager, lol)
In einer Holzhütte, circa eine Meile des Camps entfernt, bewahrt sie die Leichen auf. Da kommt zum Schluss hin noch etwas ,,Texas Chainsaw Massacre"-Atmosphäre auf, als sie zwei noch lebende Personen in dieser Hütte gefangen hält. Mit all den verdorbenen Leichen außenrum und den entsprechenden Sprüchen ist es wirklich ein bisschen so wie in ,,TCM". Doch das schönste an dem Film ist, dass wirklich jeder dahingemetzelt wird und das gibt viele Leichen!

8/10 Punkte!!

Details
Ähnliche Filme