Review

Umgebaut und durchgeknallt

"Sleepaway Camp II" spielt einige Jahre nach dem Original, in einem Nachbarcamp. Angela ist zurück, diesmal ganz Frau, aber noch durchgeknallter. Und das kann für die restlichen Camper natürlich nur in einem Blutbad enden... Den ersten Teil der Camp-Reihe werde ich nicht müde in den Slasherhimmel zu loben. Bei diesem wesentlich leichteren Sequel, wird das nicht passieren. Denn das ist dem Original in nahezu jeder Kategorie unterlegen. Vielleicht ist unsere traumatisierte Massenmörderin nun erwachsen und redseliger, reifer und noch böser, doch insgesamt gibt es außer Angela wenig zum Feiern.

Die Ami-Camp-Atmo stimmt noch, die Quantität der Kills ist sehr edel und Pamela Springsteen spielt die nun "fertige" Angela mit viel Esprit und dem Todesschalk im Nacken. Der Grundton geht nun wesentlich eher in Richtung Horrorkomödie und einige Jokes kommen auch an. Andere versanden jämmerlich. Als fies kann man immerhin noch die Morde bezeichnen, wenn auch gehetzter als im Vorgänger, und wenige Slasher sind derart auf der Seite ihres Mörders. Es besteht nie ein Zweifel, dass Angela die Oberhand behält. Was uns Zuschauern recht kommt, da wir mit allen anderen Figuren eh nichts anfangen können. Ein finaler Twist wird dieses Mal gar nicht erst versucht aber echte Langeweile kommt dennoch nie auf. Zumindest wenn das Herz laut für Slasher pocht. Besonders schade ist nur, dass Angela nun ihrer gewissen Tragik aus dem ersten Teil gänzlich beraubt scheint.

Fazit: die Fortsetzung zum Camp des Grauens ist ein solider Slasher mit beeindruckendem Bodycount. Blöd nur, dass außer Angela alle Figuren nur Schablonen sind und man sich nicht die Bohne um diese Teenager schert. Selbst wenn einige gar nicht allzu böse sind und den Tod nicht annähernd verdienen. Mittelmäßig und weit unter dem Original. Anguckbar. 

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