Lustige Krimikomödie mit Joe Pesci als Ganove der seine 8 Schädel sucht.
Story:
Tommy Spinelli (Joe Pesci) soll seinem Gangsterboss 8 abgetrennte Köpfe von ermorderten Verbrechergrößen aus dem Mafia-Milieu überbringen.
Der hat nämlich 80.000 $ gezahlt, um einen Beweis für deren Ableben zu haben.
Auf dem Weg dorthin begegnet Tommy im Flugzeug dem Medizinstudenten Charlie (Andy Comeau).
Charlie ist auf dem Weg nach Mexiko zu seiner Freundin Laurie Bennett (Kristy Swanson) und ihren Eltern.
Als jedoch bei der Ankunft die Gepäckstücke der beiden vertauscht werden nimmt das Chaos seinen Lauf.
Laurie und ihre Mutter entdecken die Schädel und halten ihn für einen brutalen und gewalttätigen Killer.
Somit wird Charlie als Mörder hingestellt und Tommy bekommt zunehmend Druck vom Gangsterboss und seinen Männern, die sehnlichst auf ihre 8 Schädel warten.
Schauspieler:
Joe Pesci spielt Tommy Spinelli.
Er spielt den rotzfrechen Kleingangster mit einer Hingabe, das ich fast die ganze über des Films bei seinen Auftritten lachen musste.
Er flucht viel und ist stets um seine 8 Schädel besorgt.
Andy Comeau spielt Charlie.
Er ist der Pechvogel vom Dienst und führt ein eher bescheidenes und ruhiges Leben, welches sich von nun an mit dem Verwechseln der Tasche ändert.
Den zerstreuten und außersich geratenen jungen Studenten, der eigentlich nur seine Freundin und deren Eltern besuchen und beeindrucken wollte, spielt er mit viel Freude und kann durch die vielen Verwechslungen auch für einige Lacher sorgen.
Kristy Swanson spielt Laurie Bennett.
Sie sieht in erster Linie nur gut aus, und bietet nach einiger Zeit, wenn sie sich wieder beruhigt hat einige witzige Momente, auch wenn sie schauspielerisch eher mau ist.
Dyan Cannon und George Hamilton spielen Annette & Dick Bennett.
Laurie´s Eltern sind nicht ganz dicht und haben so ihre Macken.
Beide können das versnobte, spießiege und mit vorurteilen um sich werfende Ehepaar, das sich Sorgen darüber macht, was Töchterchen da für einen Tölpel als Freund hat, ganz gut darstellen.
Todd Louiso spielt Steve.
Er ist der beste Freund von Ernie. Er ist ebenfalls Medizinstudent und dreht gegen Ende des Films völlig ab, da das abtrennen der Köpfe von tiefgekühlten Toten aus der Leichenkammer an der Uni doch Nebenwirkungen bei ihm hinterließ, die ab und an immer mal wieder bei ihm im Film auftauchen.
David Spade spielt Ernie.
Er kann auch hier wieder als sarkastischer und sprücheklopfender Student so seine genretypischen Akzente im Film setzen.
Denn als Komödiant hat er seine Berufung gefunden.
Vor allem in den damaligen Chris Farley-Filmen, war er unschlagbar.
Inszenierung:
Die Verwechslungsstory mit den vertauschten Taschen hat man schon mehr als ein Dutzend mal in anderen Komödien gesehen.
Allerdings nicht das Thema mit den verlorengegangenen Köpfen.
Zugegebenermaßen ist die Story hohl, und über Logik sollte man sowieso drüberhinwegsehen.
Denn wie dämlich ist es wenn ein kleiner Gangster die Köpfe von Toten verliert, nur um sie wiederzufinden und auf Verlangen seinem Gangsterboss vorzuzeigen.
Dennoch kann der Film mit den unterschiedlichen Charakteren und der Tatsache das jeder jeden hasst, es aber nicht öffentlich zugibt, in einigen Momenten für zumindest ein Schmunzeln sorgen.
Die Foltermethoden und gelegentlichen Wutausbrüche Joe Pesci´s sind herrlich anzusehen und es macht auch einen Menge Freude zuzusehen wie er die beiden Kids und seine Mitmenschen behandelt.
Er ist auch sofort dazu bereit, dass wenn einige Schädel abhanden kommen sofort für Ersatz zu sorgen.
Es gibt auch so einige dumme Einfälle im Film, z.B. dass das Auto von den Eltern fast 2x von denselben Dieben geklaut wird oder das Entsorgen der Schädel im Müllcontainer, wobei der Portieu seine Hilfe anbietet.
Die Szene mitten in der Wüste, als die Autoschlüssel geklaut werden und der Wolf mit einem der Schädel aus´m Kofferraum davon rennt etc.
Also keine Mega-Brüller erwarten, sondern sich einfach mal kurzweilig unterhalten lassen und dabei am besten sein Hirn ausschalten.
Fazit:
„Jäger der verlorenen Schädel“ ist eine sehr amüsante Krimikomödie die gegen Ende etwas nachlässt und deren Potential man leider nicht vollends ausgeschöpft hat.
Dennoch kann der Film auf Grund der witzigen Charaktere und guten Momente punkten.
Einige Lacher gibt es auch, aber die sind im Film zu weit voneinander entfernt, das sie zum dauerhaften Lachanfall führen.
Dennoch unterhält der Film ohne Längen ziemlich gut und mehr erwarte ich bei so eine Art von Film auch nicht.
Toller Klamauk, den man nicht ernst nehmen darf, dann wird man auch wie ich seinen Spass haben.