Kann man mal so machen als kleines Pendant zur „Sharknado“-Reihe: Einen 16minütigen Kurzfilm über einen Nazi-Roboter-Hai, der mitten in der Hauptstadt randaliert.
Nachdem der Roboter-Hai ursprünglich im April 1945 aktiviert werden sollte, nach Bombardierungen jedoch nicht mehr zum Einsatz kam, sorgen Bauarbeiten dafür, das künstliche Ungetüm freizusetzen. Jonathan und Katharina versuchen, die Killerkonstruktion zu stoppen…
Der Look ist zwar durch und durch amateurhaft, jedoch ist das darstellerische Niveau auf einem guten Level, wobei ein wenig Overacting durchaus Laune macht und zur absurden Situation passt. Eingebaute Bildfehler wie schwarze Schleier tragen zwar nicht unbedingt zum besseren Look bei, doch die sommerliche Atmosphäre Berlins wird recht treffend eingefangen, während ein Radiomoderator im Hintergrund für kleine Auflockerungen zuständig ist.
Allzu häufig schlägt der Hai allerdings nicht zu: Einmal wird jemand enthauptet, das zweite Opfer endet im Wasser als Futter. Während das zweite Ableben mit etwas Gekröse am Boot angereichert wurde, kommt beim ersten Dahinsiechen nur der Computer zum Einsatz, was entsprechend billig aussieht und schon fast ein wenig comichaft anmutet. Auch der Roboter-Hai schaut reichlich klobig aus und wirkt primär bei den Attacken unecht. Im Wasser schwimmend geht das in Ordnung, wobei der Abgang kaum unspektakulärer hätte ausfallen können.
Zwar wird per Cliffhanger noch „Operation Haisturm“ angekündigt, doch bis heute kam nichts weiter von den Regisseuren Floris Asche und Sebastian Mattukat. So erhalten Trashfreunde einen rund viertelstündigen Happen, der musikalisch treffend untermalt ist und bei dem Schnitt und Kamera ordentlich aufeinander abgestimmt sind. Etwas mehr Action und ein paar Dialogzeilen wären zwar wünschenswert gewesen, doch hinsichtlich begrenztem Budgets kann man nicht wirklich meckern.
6 von 10