Review

Vor der Küste Ägyptens wird ein Eisberg von einem Schlepper gezogen. Das Ziel ist Alexandria, wo man mit Hilfe des geschmolzenen Wassers eine Dürre im Landesinneren zu bekämpfen erhofft. Doch im Inneres des Eisbergs schwimmt ein ungebetener Gast in Form eines urzeitlichen Riesenhais mit, der schließlich auftaut und zu neuem Leben erwacht. Der gigantische Raubfisch legt mit seinem gewaltigen Appetit die Weltwirtschaft lahm, denn niemand weiß mit Gewissheit, wo er als Nächstes zuschlägt.

Der Mega Shark erinnert mich immer mehr an die Godzilla Konzeption, denn offensichtlich scheint Asylum daraus eine längere Filmreihe machen zu wollen. In der dritten Ausgabe gibt's die Variante des Megalodon gegen sein eigenes Roboter-Ich, echte Hai-Tech also, die ja auch Godzi mehrfach gegen sein Mecha-Selbst ausfechten mußte und wer bei der Amokfahrt des mechanischen Bullen äh Hais durch Sidney nicht an die munteren Zerstörungsorgien der Riesenechse in Tokio denkt, hat wohl noch nie Japans Vorzeige Dino in Aktion gesehen.
Wie immer gabs zur Realisation des Projekts nur ein Mindestmaß an Kohle, was wieder heißt, das man sich in munteren Wechsel aus billigen Studioaufnahmen und schlecht generierten Computerbildern befindet. Mit Ex-Stargate Teal´c Christopher Judge ist immerhin ein halbwegs bekannter Darsteller am Start, der den darstellerischen Gesamtkanon immerhin noch aus dem völligen Nulpendasein stemmen kann, denn die überschminkte Hauptdarstellerin oder der monoton enervierende Bordcomputer Marke Hal 9000 sind da eher Fälle für den Fischabfall ins Hafenbecken.
Ernst nehmen kann man den ganzen Schmu aber sowieso nicht. Selbst wenn wir jetzt mal akzeptieren, das mutierte Urzeithaie über Ölplattformen springen können und Flugzeugträger per Bauchklatscher versenkt werden, spätestens wenn das Vieh und sein Robo-Bruder sich in die Flughöhe von Passagierflugzeugen schrauben, ist jede Glaubwürdigkeit abgesoffen. Auch das Starren aller beteiligten Personen auf den immer gleichen nichtssagenden Computerbildschirm, um dann bedeutungsschwangere Prognosen loszuheulen, ist doch eher amüsant aufgrund schierer Sinnlosigkeit des Screenbildes.
Für guten Trash reichen die Szenen aber dann doch nicht aus, dazu ist der Film einfach zu langweilig. Die meiste Zeit sitzen die Leute in spärlichen Kulissen und geben bedeutungsschwangeres Zeug von sich. Wenn sich dann mal die Monster balgen sieht das auch eher lächerlich aus, denn die verwendete CGI wär schon vor 10 Jahren als hoffnungslos veraltet bezeichnet worden. Außerdem fehlen einfach die unter Wasser gezogenen Schwimmer und die Bedrohung des friedlichen Küstenstädtchens. So was gehört für mich in dem Genre einfach dazu. So reicht es halt nur für ein leidlich spannendes und schlecht getrickstes Billigfilmchen.
3/10

Details
Ähnliche Filme