Mensch Sandler,
Du warst mal einer meiner Lieblingsschauspieler. Mit Deinen aggressiven bzw. dumm naiven Rollen ("Bulletproof - Kugelsicher", "Happy Gilmore", "Waterboy", "Big Daddy", "Spiel ohne Regeln" oder "Die Wutprobe") hast Du Dich in mein Herz gespielt, Aber ganz ehrlich Alter, mittlerweile bist Du einer der best- (und über-) bezahltesten Schauspieler Hollywoods und drehst seit Jahren nur noch reine Scheiße auf Zelluloid gekackt ("Kindsköpfe 1&2" oder "Jack & Jill") - und mit "Urlausbreif" hast Du den nächsten Drecksfilm abgedreht, der seine Free-TV-Premiere um 14.00 Uhr an einem Feiertag feiern kann, da es seniler und familienfreundlicher nicht mehr gehen kann.
Jim (Adam Sandler) und Lauren (Drew Barrymore) haben ein Blind Date. Sie können sich nicht ausstehen und müssen dennoch gemeinsam einen Urlaub mit ihren Kindern im fernen Afrika verbringen, da beide auf die Idee gekommen sind, durch einen gemeinsamen Bekannten seine abgesagte Reise für lau zu kaufen.
Mehr will ich gar nicht über den Inhalt erzählen, denn was folgt, ist "astreine" Familienunterhaltung mit den typischen New-Age-Witzen aus den Happy-Madison-Streifen, eben nur, dass sie in Sachen Fäkalien etc. diesmal über der Gürtellinie bleiben. Best for Business eben.
Obwohl sich die beiden Hauptdarsteller hassen, zu keiner Zeit harmonieren oder irgendwelche Gemeinsamkeiten haben, kann sich jeder Yoschi denken, wie diese Kotzbrühe am Schluss endet.
Jim hat drei Töchter, die alle zu seinem Friseur gehen und man nicht weiß, ob das weibliche oder männliche Teenager sind (dieser Witz wird knapp 150 tot geritten), muss sich Lauren mit ihren an Doppel-ADS erkrankten Milchbubis herumplagen, die ständig gegen die Wand laufen oder sich gegenseitig Popel an den Backen schmieren. Ich weiß nicht, welche Schauspieler den nervigeren Part spielen: Die Erwachsenen oder die Deppen an Kindern, die man zu gerne in einer SAW-Falle sehen würde.
Die Story ist simpel gestrickt: Jim zeigt Lauren in Sachen Kindererziehung, wo der Hase lang läuft - und umgekehrt. D.h.: Jeder der Elternteile versteht die Probleme der Kinder des jeweilig anderen besser, so dass die Bälger lernen, ohne große Probleme die Pubertät zu bewältigen. Kevin Nealon und Terry Crewes dürfen noch als Sidegags herhalten, die genauso "lustig" und am Ende ausgelutscht wirken wie der ganze Film: Ein großer Haufen Kuhdung.
Lediglich die schöne Location in Afrika hebt den Film von ähnlich gelagerten Schundwerken ab. Aber was soll ich damit? Screenshots machen und diese als Postkarte versenden?
"Urlaubsreif" beginnt da, wo "Kindsköpfe" und "Jack & Jill" aufgehört hat. Einfach nur peinlich und zum Fremdschämen.
1/10