Review

Inhalt (englische Fassung):

China in einer früheren Epoche. Die KungFu-Techniken der Adlerklaue "Eagle´s Claw" und der "Mantis Fist" sind die Vorherrschenden in der Welt des Martial Arts. 
In seiner Schule lehrt der Meister der "Eagle´s Claw", Yang Chung (Yu Chung-Chiu), diese Technik..., zusammen mit seiner Tochter (Hwa Ling)..., und Chen Tien Chun (Chi Kuan Chun) und Li Chi (Wong Tao) sind seine besten Schüler!

Yang Chung gehörte 10 Jahre zuvor zu den revolutionären Kräften des Nordens..., wurde jedoch von Chow Ma Wu (Chang Yi) verraten, und Chow wurde zum Befehlshaber der "Northern Army", der nördlichen Armee. Zudem ist Chow Ma Wu ein Meister der mit der Eagle´s Claw konkurrierenden Technik.., der Mantis Fist!

Chow Ma Wu sucht zusammen mit seinen besten Schülern, der schönen Li Shao (Wong Gwai Sang) und ihrem Mitschüler (Leung Kar Yan), die Schule von Yang Chung auf..., er will die Schule und die Technik der Eagle´s Claw vernichten. 
Yang Chung wird in diesem Kampf schwer verletzt..., doch bleibt er zunächst am Leben.
Er unterbreitet seinen Schülern die Aufzeichnungen der 8. und 9. Unter-Technik der "Eagle´s Claw", die eigentlich aus 7 dieser Techniken besteht, diese beiden neuen Unter-Techniken sollen die Schüler erlernen, sie verbessern die Chancen gegenüber der Mantis Fist. 
Und Yang Chung bestimmt Li Chi zu seinem Nachfolger..., dieser soll als nunmehr 11. Oberhaupt der Schule, diese weiter leiten. Für Chen Tien Chun ist dies ein schwerer Schlag..., er ist außer sich.

Er betrinkt sich..., und will den Meister zur Rede stellen..., und dieser stirbt .
Chen Tien Chun wird nunmehr aus der Schule ausgeschlossen..., nur der Fürsprache von Hsiao Lu (Siu Yiu), der guten Seele der Schule, verdankt es Chen Tien Chun, dass er am Leben bleibt.
Chow Ma Wu will sich die Dienste von Chen sichern..., dieser will von ihm die Mantis Fist erlernen.
Chow..., voller Misstrauen, geht aber darauf ein..., er lehrt Chen Tien Chun 50% der Technik..., nachdem dieser als Vertrauensbeweis 3 gekidnappte Schüler der Eagle´s claw, darunter Hsiao Lu, tötete. Chow Ma Wu..., er ist clever, und hat skrupellos vorgesorgt.

Chow Ma Wu, der noch 2 weitere starke KungFu-Fighter (u.a. Phillip Ko) engagierte..., greift die Schule der Adlerklaue an..., er will diese endgültig vernichten.
Chen Tien Chun indes steht seinen alten Kameraden bei..., vieles ist von langer Hand geplant gewesen..., auch wenn es Opfer auf der eigenen Seite verlangte.
Nur wenn Li Chi und Chen Tien Chun ihre Kräfte bündeln, kann es ihnen gelingen, die schier unüberwindliche Mantis Fist von Chow Ma Wu zu besiegen....

Ein dramatischer Show-Down nimmt seinen Lauf........


Fazit:

Im Jahre 1977 drehte der Regisseur Lee Tso-Nam diesen sehr guten, actiongeladenen Eastern mit großen Stars des Genres für ein kleines taiwanesisches Studio.
Es gelang Lee Tso-Nam ein Eastern, der zwar eine relativ einfache Handlung hat..., aber doch überraschend nuancenreich in seiner Storyline ist..., Intrigen, Rache-Motive, aber auch verschmähte Liebe..., ein Antiheld -Chi Kuan Chun- der ins Bordell geht..., und Selbstopferung, damit ein übermächtig erscheinender Gegner doch bezwungen werden kann. 
Dies alles packt Lee Tso-Nam in 86 Minuten Laufzeit..., der Film erscheint somit überraschend komplex, doch kommen aufgrund der schnellen Inszenierung auch keine Längen auf.

2 Techniken des KungFu..., 2 Schulen..., 2 Meister, sie stehen sich in diesem Film gegenüber..., Gut gegen Böse. Dies ist der Aufhänger..., für Kämpfe, für Leidenschaften..., 2 Männer: Chi Kuan Chun und Wong Tao, sie sind sehr unterschiedlich, der eine treu und ergeben, sauber und redlich: Wong Tao. Er leitet die Schule der Adlerklauen-Technik, als Nachfolger des alten Meisters. Wong Tao spielt dies gewohnt kalt, ohne Lächeln..., sachlich fast..., und er fightet ein exzellentes KungFu!

Der andere: Chi Kuan Chun..., tötet alkoholisiert den alten Meister, paktiert mit der Gegenseite..., und mit deren Schülerin (Wong Gwai-Sang), die wohl noch nie einen Mann hatte, spielt Chi Kuan Chun ein perfides Spiel, denn er geht ins Bordell..., hörnt damit offen die in ihn Verliebte. 
Und er erlernt die Technik der Gegenseite..., um sich letztendlich gegen diese zu wenden. Auch Chi Kuan Chun zeigt einen starken, klassischen KungFu-Stil, spielt im Kontrast zu Wong Tao eher impulsiv..., doch dann zunehmend kälter..., denn er weiß um die Cleverness des Gegners.

All dies gehört zu den überraschenden Nuancen des Eastern von Lee Tso Nam. Wie der Villain...., Chang Yi in einer besonderen Performance. Er ahnt die Dinge..., sorgt vor..., spielt aber immer noch Vabanque. Und ist ein White-Hair-Villain aus dem Bilderbuch..., skrupellos und grausam..., doch auch clever.

Die weiblichen Rollen werden von Wong Gwai-Sang und Hwa Ling verkörpert. Wong Gwai-Sang dabei wie erwähnt als gehörnte Verliebte..., sie ist zwar schön, doch blass und irgendwie gegenüber Männern verklemmt, steht sie auf Seiten der Villains. Chi Kuan Chun spielt ein perfides Spiel mit ihr, um die Gegenseite auch dadurch auszuhöhlen. Somit eine eher undankbare Rolle für Wong Gwai-Sang..., aber sie agiert gekonnt und überzeugend.

Gast-Stars sind Leung Kar Yan und Phillip Ko..., beide vor allem fightend gefordert.

Lee Tso-Nam hatte atmosphärisch hier nur geringe Möglichkeiten, aus denen holt er aber alles raus. Eine spannende Eastern-Atmosphäre ist gegeben..., Waffen und Kostüme gefallen, die Sets sind zweckmäßig, geben aber ausreichendes Feeling für die Freunde des Genres. Die Story mit ihren Nuancen und die zahlreichen KungFu-Fights sind das Wichtigste..., darauf wollte sich die Regie konzentrieren.

Quintessenz auch hier: Die vielen, im klassischen Stil von 2 populären Techniken gehaltenen KungFu-Fights, die aber auch immer die Handlung voran bringen. 
Viele KungFu-Fights..., rasant und dynamisch choreographiert..., und vom Können der 3 Hauptprotagonisten lebend. Die Intensität nimmt im Verlauf des Streifens zu..., man wollte gutes KungFu hier auf die Leinwand bringen.
Und man merkt es den Kämpfen an..., hier sind 3 ausgewiesene Kampfkünstler am Werk: Chi Kuan Chun, Wong Tao und Chang Yi. Eastern-Experten brauche ich da nicht viel zu erzählen..., wenn diese 3 Akteure mitagieren..., sind doch eigentlich IMMER starke KungFu-Fights garantiert..., und so ist das auch hier.
Hightlight ist natürlich der Show-Down..., Chi Kuan Chun, Wong Tao und Chang Yi in einem Pas de trois des Todes...! 

Insgesamt bietet "Eagle´s claw" ("In den Krallen des Adlers") gute, gediegene Eastern-Kost für den Fan des Genres. Und eine doch überraschend nuancierte Handlung in einer soliden Eastern-Atmosphäre. 
Zu empfehlen ist auf alle Fälle hier die englische Fassung, gleichwohl der Streifen hier lausig synchronisiert ist..., aber diese Fassung ist mit 86 Minuten Laufzeit doch glatt fast 15 Minuten länger als die deutsche.

8/10.

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