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Amon: Apocalpse of Devilman lies nach den ersten beiden Teilen Birth und Demon Bird Silene ganze zehn Jahre auf sich warten und enttäuscht dann durch die Tatsache, das er die Story nicht mal fortführt sondern nur eine, na ja halbwegs abgeschlossene, eigenständige Geschichte aus dem Devilman Universum darstellt.

Fuma Akira ist inzwischen mit anderen Halbdämonen, den so genannten Jägern im Kampf mit den die Menschheit bedrohenden Dämonen. Freundin und Kind ahnen immer noch nichts von den dämonischen Innenleben des Helden. Nachdem Satans Schergen Devilmans Identität offen gelegt haben kommt es zu einem dramatischen Angriff auf dessen Familie. Als unmittelbare Folge verliert Akira die Kontrolle über den Dämon Amon, welcher in ihm lebt. Amon wird entfesselt, metzelt alles und jeden nieder und legt sich dann auch noch mit Satan an, letztendlich kommt es zum Finalen Kampf zwischen Devilmans menschlicher und dämonischer Seite, also Amon und Akira.

Klingt wirr? Ist es auch! Die Story ist eine echte Schwachstelle des Films und dürfte für Menschen die Devilman nicht kennen völlig unverständlich sein. Auch wer nur die ersten beiden OVA’s kennt hat arge Probleme dem Geschehen zu folgen. Ich hab da auch nicht immer verstanden, wer da nun warum gegen wen kämpft. Dies wäre nicht ganz so schlimm wenn der Film mit furioser Action entschädigen würde. Aber auch hier gibt es klare Defizite, die Zeichenqualität ist ein klarer Rückschritt zu Demon Bird Silene. Vor allem die extrem kargen und simplen Hintergründe fallen negativ auf, ebenso wie der Gebrauch von Standbildern, welcher schon einen billigen Eindruck hinterlässt. Die Kämpfe sind dann doch recht sehenswert beinhalten die eine oder andere tolle Szene, aber insgesamt scheitern sie an einem Mangel an Spannung. Das Design der Dämonen ist auch nicht mehr so detailliert wie einst, zudem sind die Biester nicht gerade realistisch animiert, ich musste ständig an die Ghostbusters-Trickserie denken. In einem Punkt gibt sich der Film allerdings keine Blöße, dem Gewaltfaktor. Auch wenn die schlimmsten Grausamkeiten im Off geschehen, geht das gezeigte bis an die Grenze zur Geschmacklosigkeit, Amon ist weit weniger zimperlich als Devilman und verspeist schon mal in detaillierten Grossaufnamen kleine Kinder zum Frühstück.

Fazit: Eine gelungene erste Hälfte und spannende Kämpfe trösten kaum über die wirre Story und etwas einfallslos gestalteten Dämonen hinweg. Amon: Apocalypse of Devilman hat zudem unübersehbare Defizite auf der technischen Seite und ist somit der schlechteste Teil der OVA Reihe. Splatterfreunde kommen dennoch voll auf ihre Kosten, Liebhaber anspruchsvoller und vor allem abgeschlossener Geschichten sollten den Film hingegen meiden und sich die DVD mit Teil 1 und 2 besorgen.

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