Review
von mülltonne
Arnie and the Bad Motherfucking Pack!
Mit "The Last Stand" bekam Arnie einen herrlich selbstironischen und melancholischen Comeback - Film im Retro - Gewand den leider kaum einer sehen wollte. David Ayers neusten Cop - Schocker, diesmal im Milieu der DEA wollte eigentlich dann niemand mehr sehen und nun ja das mag auch mit an den teils vernichtenden Kritiken. Nach "End of Watch" und vor "Fury - Herz aus Stahl" wagte sich Ayer eher an einen konventionellen B - Actioner ran, der immerhin ehrlich roh und dumpf geraten ist. Die Handlung geriert daher eher austauschbar und teils ziemlich unlogisch. Immerhin verrät der Film mit einem einzigen kleinen Detail, wer nun wirklich hinter den Morden an den Mitgliedern einer Spezialtruppe der DEA stecken könnte. Arnie selbst spielt diesmal seinem Alter entsprechend einen gebrochenen Mann namens Breacher, dessen Vergangenheit später nachdem Klischeebuch ordentlich oder sagen wir eher halbwegs beleuchtet wird, damit der Film überhaupt noch einen gescheiten Twist vorzuweisen hat, wenn überhaupt! Das Problem ist, das einzig als Arnie und wenn überhaupt noch Sam "Avatar" Worthington irgendwie es schaffen, für den Zuschauer halbwegs interessante Figuren zu erschaffen, während der Großteil des restlichen Cast einfach nur abstinkt, da die Dialoge eher aus dem Gossenhandbuch kommt und sie unnahbar sind und deswegen der Zuschauer es verkraften kann ohne Probleme, wenn diese relativ drastisch aus der Handlung scheiden. Ayer arbeitet sich nachdem klassischen Zehn kleine Negerlein Handbuch durch die Handlung und nun ja trotz verstümmelter Leichen, sind Arnies Klassiker der Marke "Predator" oder "Total Recall" irgendwie härter, da sie auch über Atmosphäre und Visualität verfügen. Ayer setzt in "Sabotage" einmal mehr, auf einen geerdeten und realistischen Look, der allerdings auch dafür sorgt das die Action sehr liniear geriert und weniger spekulativ, was man als positiven Aspekt ansehen darf und zum Ende hin gibt der Film auch ordentlich Drive, bevor er einen kleinen Subplot dann beendet, der definitiv die B - Note des Film hervorhebt.
Immerhin ist es nicht so schlimm, wie bei anderen ehemaligen Actionstars die seit Ewigkeiten im Sumpf des billig Actionfilms für den Heimkinomarkt herumdümpeln.
Fazit: Ordentlicher Thriller mit Actioneinschlag der leider eher von der Klischeestange kommt und den Zuschauer so einiges abverlangt, neben vielen Schimpftiraden und oberflächlich dargestellten Unsympathen!
6,5 von 10