Review

Hier steht keiner Schlange

Es gibt viele Schlangenhorrorfilme, mit denen man besser beraten ist als mit diesem Drive-In-Schnarcher aus den 70er. „Anaconda“, „Snakes on a Plane“, „Sssssss“. Im Grunde auch „Tremors“. Alles deutlich besser als dieser blutleere und spannungsarme Versuch, die gliedlosen Reptilien in einer amerikanischen Wüstenstadt amoklaufen zu lassen…

Klapperschlangenkatastrophe

In der neuen deutschen Synchro hat der Protagonist und Schlangenexperte schön die heroische Stimme John Travoltas. Dazu habe ich einen kleinen Schlangenfimmel, von allen Tieren waren sie mir immer die fremdesten und unangenehmsten. Aber auch das unterstützt nicht die Wirkung von „Killerschlangen“. TV-Feeling porentief, ohne Blut oder Gore, immer am Rande des Tiefschlafs. Jeder Terrariumbesuch hat es da mehr in sich. Keine berühmten Namen oder bekannten Gesichter. Gähnende Leere auf der Tonspur. Ein fieser Badewannenmoment als Höhepunkt. Der Rest ist öde wie die Wüste Nevadas. Für Tierterrorkomplettisten. Aber nur absolut schmerzfreie. Da sind selbst die süßen Häschen in „Rabbits“ (1972) heftiger. Nicht nur angestaubt, sondern verstaubt und überholt in jedem Belang. 

Fazit: zischender, schlängelnder und schlechter Tierhorror auf Fernsehniveau bei helllichtem Tag und mit null Spannung, Spaß oder Ekel - selbst wenn man Schlangen so fies findet wie ich. Im besten Fall harmlos. Im schlimmsten Fall grottenschlecht und nichtmal unfreiwillig komisch. „Rattlers“ ist Gift. 

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