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Der in Brasilien stationierte Soldat Louis Stevens darf an einem Einsatz nicht teilnehmen und so zieht der kampferfahrene Soldat in die USA zurück. In Brasilien lernte er die Kampfsportart Capoeira. Ohne Illusionen kehrt er in seine Heimatstadt, Miami, zurück und sucht die alte Grundschule auf. Dort besucht er seinen ehemaligen Lehrer. Schnell merkt Louis, dass Gewalt und Drogen den Schulhof beherrschen. Nach einem Zwischenfalls kommt dem Direktor eine Idee: Louis soll 12 Problemschülern anstelle Sport Capoeira beibringen. Doch damit macht er sich nicht beliebt.

Uralte Story und neue Technik bietet Only the Strong. Uralt deswegen, weil es doch nur wieder die alte Leier von verhaltensauffälligen Schülern (vom Schuldirektor auch liebevoll Bodensatz genannt), denen sich erstmals eine echte Bezugsperson bietet und somit die Chance auf ein Leben abseits der Kriminalität. Also der übliche Kram aus der vom Problem- zum Musterschüler Kiste, kennt man ja zur Genüge.
Als neue Technik wird hier der brasilianische Kampftanz Capoeira präsentiert, was durchaus auch mal eine Abwechslung zum üblichen ostasiatischen Handkantenschwingen darstellt, denn hier wird mehr auf Beine und Athletik gesetzt. Hier darf vor allem Mark Dacascos, den ich wirklich für einen der unterbewertetsten Martial Arts Kämpfer überhaupt halte, mal so richtig zeigen was er kann, vor allem in Sachen Athletik, denn die Schauspielrei ist immer noch ein wenig hölzern.
So versteht es auch Regisseur Sheldon Lettich vor allem die Action in Szene zu setzen und teilweise tolle Fights abzuliefern, während die Rahmenstory doch gerne mal zu tief ins Klischee-Glas schaut. Die Love Story wird ja wenigstens noch halbwegs an der Leine gehalten, aber das wirklich harte Straßenkids durch ein wenig tanzen und Bongo trommeln ihm schon nach kurzer Zeit aus der Hand fressen, wirkt schon ein wenig sehr gewollt.
Rcihtig brutal werden die Kämpfe dabei aber nie. Klar das einer der Kids ins Gras beißen muß als sich Miamis Gangsterelite mal dezent negativ über das neue Schulprojekt äußert, wir brauchen ja schließlich eine Motivation für den Showdown, als auch einen gleichwertigen Gegner (der verdammt nochmal aussieht, als wäre er der Zwilling von Manowars Bassisten). Aber allein durch die vielen tollen und neuen Moves kann man sich die Rahmenstory auch mal ein wenig schönreden.
6/10

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